In den ersten Songs liefern The Last Internationale im Kesselhaus vom Schlachthof Wiesbaden exakt den Sound, den die Fans von einer Powerhouse Rockband erwarten dürfen. Der energiegeladene Power-Rock bei "Kick Out The Jams" wird angetrieben von harten Gitarrenriffs und einem kraftvoll hämmernden Schlagzeug.
Sängerin Delila Paz drückt ihre Stimme permanent mit voller Kraft über den peitschenden Sound. So wird auch "Life, Liberty, And The Pursuit Of Indian Blood" zu einem druckvollen Gewitter aus Gesang und Gitarrensound. Das heulende Gitarrensolo von Edgey Pires bei "Killing Fields" sticht dann ebenso heraus wie die extrem hoch gesungenen Töne von Delila Paz. Sie heizen dem Publikum mächtig ein.
Kannst du tanzen?
Immer wieder streut Delila Paz kleine deutsche Sätze ein, um das Publikum mitzunehmen. So lässt sie die Zuschauer zu "Mind Ain't Free" springen und klatschen. Ein kleines: "Spring mit mir" reicht schon, dass das Publikum auch zu "1984" voll mitgeht.
Endgültig wild wird es dann bei "Hero". Fast alle bewegen sich wild durcheinander auf den rhythmischen Power-Rock, der mit seiner Energie das Publikum zum Mitklatschen treibt. Die ausgefeilte Grundmelodie spricht für die hohe Musikalität, die sich The Last Internationale aus ihrer Anfangszeit als Folk-Duo bewahrt haben und so auch ihren Rock-Sound beleben.
Neue Töne
Zurück zu eben diesen Wurzeln ändert sich zur Mitte plötzlich die komplette Stilrichtung des Konzerts. The Last Internationale spielen die Akustik-Ballade "Freedom Town", nicht ohne einen wichtigen Fakt zu erwähnen. Delila unterstreicht: "I wrote this song before President Trump came into office". Super gefühlvoll gesungen auf die ruhige Melodie, strahlt Delila mit ihrer emotionalen Stimmpräsenz.
Danach kommt Delila von der Bühne mitten ins Publikum und singt ein Cover der amerikanischen Gospelikone Mahalia Jackson. Der soulige "I'm Goin' To Live The Life" trifft emotional mitten ins Herz und wird vom begeisterten Publikum laut abgefeiert. Zurück auf der Bühne setzt sie sich ans Keyboard und die Band spielt "Soul On Fire". Wieder zeigt Delila ihr Stimmvermögen aus Kraft und Gefühl.
Gefühlvoller Rock
Ein Highlight des Konzerts ist "Wanted Man". Der Song beginnt mit einem Rhythmus, der das Publikum komplett mitgehen lässt. Sie singen, springen und tanzen mit. Auch hier zeigt sich das clevere Songwriting. In der Mitte wird der Song ganz leise und bleibt fast stehen, um daraus mit voller Kraft nach vorne das Publikum mit kraftvollen Gitarrenriffs wieder anzutreiben.
Die heulenden Gitarren von "Hard Times" entfachen wieder pure Energie. Mit "1968" holt die Band mehrere Fans auf die Bühne. Am Ende stehen dort mehr Fans als Bandmitglieder. Gemeinsam zelebrieren sie diesen energetischen Up-Tempo Rock. Der letzte Song der kleinen Zugabe ist schließlich ein Duett mit dem Sänger der Support Band Double Crush Syndrome. Gemeinsam lassen sie es zu "Hit Em With Your Blues" nochmal ordentlich krachen.
Setlist:
KIck Out The Jams / Life, Liberty, And The Pursuit Of Indian Blood / Killing Fields / Mind Ain't Free / 1984 / Hero / 5th World / I'm Goin' To Live The Life / Soul On Fire / Wanted Man / Hard Times / 1968 // Hit Em With Your Blues

