Black Pumas (Pressebild, 2019)

Black Pumas (Pressebild, 2019) © Greg Giannukos

Die Black Pumas interpretieren Retro-Soul auf ihre ganz eigene Art. Ihre Intensität ist extrovertiert und ganz darauf ausgerichtet, das Publikum einzufangen und abheben zu lassen - so auch bei ihrem Konzert im Heidelberger Karlstorbahnhof.

Die Black Pumas wollen das Publikum von Anfang bis Ende mitreißen – und in Heidelberg gelingt es ihnen verdammt gut. Schon das mit "Next To You" kombinierte "Intro" ist ein Ausbruch an Intensität.

Sänger Eric Burton entfaltet die tiefgängige Kraft seiner gewaltigen Soulstimme, während Leadgitarrist und Songwriter Adrian Quesada gemeinsam mit dem Bassisten eine elektrisierende Energie an Rhythmik entfacht. Die Stimmung im Karlstorbahnhof explodiert mit dem stimmlichen Ausbruch am Songende, als Eric Burton direkt hochdreht und Vollgas gibt.

Starke Musik

Egal ob die Songs den Rhythmus treiben oder Züge von klassischeren Soulballaden annehmen, die Energie im Saal bleibt beständig hoch. Das von treibendem Rhythmus und Flow getragene "Black Cat" geht das Publikum in voller Bewegung mit wie die anfangs ruhigere Soulballade "Old Man", die wie alle Songs des Abends am Ende ihre volle Intensität entfaltet. 

Ein echtes Highlight ist die Darbietung von "Know You Better". Der treibende Rhythmus unterstützt die melodischen Spannungsbögen, die eine perfekte Dramaturgie für Eric Burton und seine beiden Backgroundsängerinnen aufbauen. Als alle drei Sänger und Sängerinnen auf die rockigen Riffs der Gitarren explodieren, kennt die Begeisterung im Saal keine Grenzen mehr.

Feuerwerk

Das durchgängig hohe Niveau und die spannungsreiche Intensität bleiben zu jeder Phase fühlbar. Zum mächtig groovenden und fesselnd intensiven "Black Moon Rising" wird durchgängig mitgetanzt. Als Eric Burton für "Touch The Sky" selbst zur Gitarre greift, setzte es ein Feuerwerk an heulenden Gitarrenriffs, um mit seiner ausbrechenden Kopfstimme die Energie im Saal nochmal zu steigern.

Die melodischen Spitzen der Gitarren, die auf dramatischen Aufbau ausgerichteten Riffs der Powerballade "Contines", um am Ende immer diesen explosiven Ausbruch zu haben, zeigen den Stil der Black Pumas. Sie wollen es immer zum explosiven Höhepunkt treiben. So auch bei "Colors", als sie das Publikum mit kleinen Kunstpausen zappeln lassen, um sie dann mit einer letzten Welle mit voller Energie zum Toben zu bringen.

Jumping-Party

Der stimmgewaltige Soul und diese elektrisienden Gitarrenrhythmen münden nach "Fire" in einer ausflippenden Jumping-Party. Mit dem Coversong "Eleanor Rigby" von den Beatles, den auch Aretha Franklin gesungen hat, springt Eric Burton mit dem Keyboarder auf und ab.

Gleichzeitig flankieren die Sängerinnen nun Adrian Quesada, der mit hocherhobener Gitarre eine letzte Ladung an energetischen Riffs abfeuert. Das spektakuläre Finale einer energetischen Powershow aus Rock und Soul.  

Setlist:

(Intro/ Next To You) / Black Cat / Old Man / Know You Better / Black Moon Rising / Mrs. Postman / Touch The Sky / Confines / Ain't No Love In The Heart Of The City / I Am Ready / More Than A Love Song / OCT 33 / Colors // Fire / Eleanor Rigby

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