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The Offspring (live in Frankfurt 2019) © Torsten Reitz

Die Punk-Ikonen The Offspring sind wieder zurück und schicken ihre Fans in der Frankfurter Jahrhunderthalle auf einen schweisstreibenden Ritt durch die Bandhistorie. Give it to me, Baby!

Es ist die Zeit der Punkrock-Revivals: Während Blink182 und Sum41 ihre famosen Comebacks feiern, steht ein weiteres Schwergewicht der Szene mit seinem zehnten Album wieder in den Startlöchern: The Offspring lassen alte Zeiten aufleben und bringen die Frankfurter Jahrhunderthalle mit ihren flotten Uptempo-Punknummern zum Pogen.

Oldschool-Geschrammel

Als Anheizer darf sich das Australische Trio The Chats versuchen. Wer auf die Art von Punk mit viel Geschrammel, eintönigen Rhythmen und wenig Melodie steht, der ist hier bestens bedient – soll es geben!

Der Akzent von Sänger Eamon Sandwith erschwert zudem das Verständnis jeglicher Textfragmente. Alternativer Anheizer: die Bar.

Come Out And Play

Mit den ersten Klängen des Openers "Americana" fliegt auch die erste Bierfontäne durch den Saal – und sicherlich nicht die letzte. Ganz nach dem Motto "Come Out and Play" enstehen die ersten Moshpits. Wer nicht mitspielen will oder lieber Handyfilmchen dreht, flüchtet sich in die hinteren Reihen.

Der Nostalgieritt von The Offspring gönnt der euphorisierten, umherspringenden Menge kaum Pausen. So ist das Set mit "Want You Bad", "Why Don't You Get A Job?", "Pretty Fly (For a White Guy)", "The Kids Aren't Alright" sowie mit den beiden Zugaben "You're Gonna Go Far, Kid" und "Self Esteem" gespickt mit Hits. Damit ist gute Laune vorprogrammiert. Mit "It Won't Get Any Better" gibt es sogar einen Vorgeschmack auf die neue Platte.

Überraschend Vielseitig

The Offspring können aber auch anders. So performt Frontmann Dexter das emotionale "Gone Away" umringt von Kerzen zunächst alleine am Piano, bevor die gesamte Band einsteigt.

"Important people are like lights to us", erzählt er und fordert das Publikum zum obligatorischen Lichtermeer auf. Solch ruhigere Nummer zeigen allerdings noch etwas anderes: Dexter ist ein hervorragender Sänger, der auch die hohen Passagen beherrscht.

Noch lange nicht in Rente

Nach dem kleinen Downer steigt die Stimmung mit "Why Don't You Get A Job?" und riesigen aufblasbaren Bällen auch schnell wieder. Das Set ist bis auf ein paar Ausnahmen relativ straight. The Offspring präsentieren sich spielfreudig und sympathisch.

Spielerisch ist sowieso alles einwandfrei. Gitarrist Noodles hat immer einen flotten Spruch parat. Zwar sieht man dem Vierer die lange Bandhistorie äußerlich an, von der Rocker-Rente scheint bei The Offspring jedoch keine Spur zu sein. Das neue Album kann also kommen!

Setliste

Americana / All I Want / Come Out and Play / It Won't Get Better / Want You Bad / Original Prankster / Staring at the Sun / Whole Lotta Rosie / Bad Habit / Gotta Get Away / Gone Away / Why Don't You Get a Job? / (Can't Get My) Head Around You / Pretty Fly (For a White Guy) / The Kids Aren't Alright // You're Gonna Go Far, Kid / Self Esteem

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