Alan Parsons Live Project (Live in Frankfurt 2019) Fotostrecke starten

Alan Parsons Live Project (Live in Frankfurt 2019) © Rudi Brand

Die aktuelle Tour hat einige Neuerungen im Programm: Neben der Tatsache, dass Alan Parsons und Co das Konzert in zwei Hälften teilen, spielen sie in der Frankfurter Jahrhunderthalle auch vier Songs vom neuen Album "The Secret". Daraus ergeben sich interessante neue Einblicke.

Mit dem Album "The Secret" erschien 2018 das erste neue Studioalbum von Alan Parsons seit "The Valid Path" aus dem Jahr 2004. Keine Frage, dass er auf seiner aktuellen Live-Tour auch mehrere Songs vom neuen Album spielen würde. Bei den Live-Versionen fällt sehr schnell auf, dass sich das Songwriting offenbar den Gegebenheiten der Band-Besetzung angepasst hat.

Denn seit Alan Parsons sich vor einigen Jahren eine neue Live-Band zusammengestellt hat, wechseln sich verschiedene Sänger wie P.J. Olsson, Todd Cooper oder Alan Parsons selbst als Lead-Sänger ab, während die anderen Musiker als Background-Chor oder Kontraststimme agieren.

Neue Songs

Schon das Opening "One Note Symphony" ist neu. Der schwer rollende Bass trägt die Melodie der dunklen Stimme von Todd Cooper, während um ihn herum vier Gitarren ihre Akzente setzen. Mit dem Gitarren-Solo von Jeff Kollmann zieht die Dynamik an, während Danny Thompson am Schlagzeug mit seinen Hieben durch die Melodie peitscht.

Alan Parsons selbst greift das Thema des neuen Albums "The Secret" auf. Entstanden aus der  "passion for magic", wie er betont, begeistert er sein Publikum mit der traumhaften Ballade "Miracle". Glockenrein wie immer klingt die Lead-Stimme von P.J. Olsson, wobei gerade "Miracle" durch den Harmoniegesang im Hintergrund die stimmliche Vielseitigkeit des Alan Parsons Live Projects zeigt. Im sehr gitarrenlastigen Song sorgt ein starkes Saxophonsolo gegen Ende gekonnt für einen neuen musikalischen Farbton.

Auch die wunderschöne Ballade "As Lights Fall", die Alan Parsons auf dem Album unter anderem mit Steve Hackett eingespielt hat, gefällt dem Publikum. Für "I Can't Get There From Here" hat Alan Parsons extra den Originalsänger Jordan Huffman mitgenommen, der dem Song seine besondere Atmosphäre verpasst. Leider fehlt von den neuen Songs "Sometimes", der mit dem früheren Foreigner-Sänger Lou Gramm aufgenommen wurde.   

Die Hitgaranten

Neben den neuen Songs liefert Alan Parsons wie immer eine große Show mit all seinen Hits aus über 40 Jahren. Heraus sticht zunächst die Ballade "Time", deren emotionale Kraft von P.J. Olsson perfekt in Szene gesetzt wird. Mit dem Ende des Songs erheben sich erstmals Zuschauer zu Standing Ovations. Der Übergang von "Breakdown" zu "The Raven" ist ein energetischer Schub, bei dem Todd Cooper mit seiner faszinierenden Stimmkraft gegen das Soundspektakel aus Keyboard und Gitarrenpower ansingt und Jeff Kollmann schließlich mit einem heulenden Gitarrensolo explodiert.

Die Spielfähigkeiten des Alan Parsons Live Projects zeigen sich im Verlauf des Abends an vielen Stellen. Brillant ist das Bass-Gitarrensolo von Guy Erez bei "I Wouldn't Want To Be Like You" und natürlich Alan Parsons selbst, als er mit dem Instrumentalklassiker "Luciferama" das Publikum anheizt. Der energetische Up-Tempo-Rock in "Don't Let It Show" ist der perfekte Schlusspunkt des ersten Teils.

Die Highlights am Ende

Der große Schlussakt startet mit "Prime Time", das sie diesmal etwas schleppender als normal beginnen. Als sie das Tempo plötzlich zur gewohnten Geschwindigeit erhöhen, ist das Publikum wie entfesselt und darf nach Aufforderung von P.J. Olsson nun endlich vor zum Bühnenrand stürmen. Das Highlight ist das eingebettete Piano-Solo mit den verschiedensten Melodien mehrerer Songs.

Abgefeiert werden wie immer "Sirius" und "Eye In The Sky". Die Zugabe enthält zwei weitere große Highlights mit dem phantastisch gesungenen "(The System Of) Dr. Tarr and Professor Fether" und dem Song mit dem höchsten energetischen Level des Abends als großes Finale: Publikum und Band rocken gemeinsam zu "Games People Play".

Setlist:

Set1: One Note Symphony / Damned If I Do / Don't Answer Me / Time / (Breakdown/The Raven) / I Wouldn't Want To Be Like You / Miracle / Psychobabble / Luciferama / Don't Let It Show

Set2: I Robot / As Lights Fall / Can't Take It With You / Limelight / Standing On Higher Ground / I Can't Get There From Here / Prime Time / Sirius / Eye In The Sky // (The System Of) Dr. Tarr And Professor Fether / Games People Play

Alles zum Thema:

alan parsons

Das könnte Sie auch interessieren