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Mumford and Sons (live in Frankfurt, 2019) © Peter H. Bauer

Mit viel Energie und Opulenz präsentieren Mumford & Sons in der Frankfurter Festhalle einen gelungenen Mix aus ihren vier Alben. Damit sorgen sie bei ihren Fans für Euphorie, die der Band dank 360°-Bühne so nahe kommen wie nie zuvor.

Mumford & Sons sind und bleiben eine Konsensband: Schon am frühen Abend pilgern Fans aller Altersklassen in die nahezu ausverkaufte Festhalle in Frankfurt.

Opener aus Australien

Bevor die Indie-Folk-Heroen die Bühne betreten, wird der Abend jedoch von Gang Of Youths eröffnet. Die australische Band, die gar nicht so jung ist, wie der Bandname verlauten lässt, macht schnörkellosen, gesetzten Alternative Rock.

Mal hochemotional, mal durchaus tanzbar kommt der Sound von Gang Of Youths daher. Richtig Stimmung lösen beim Publikum aber vor allem die Tanzeinlagen von Sänger Donnie Borzestowski aus, der Dancemoves á la Beyoncé auspackt.

Klassiker entfalten ihre Wirkung

Nach dem Eröffnungsact sind die Besucher umso hungriger auf den Hauptact. Mumford & Sons eröffnen den Abend mit "Guiding Light", einer etwas ruhigeren Nummer vom aktuellen Album "Delta". Während die Menge beim Opener noch verhalten agiert, heizt die Band mit "Little Lion Man" ihr Publikum richtig an und versetzt es in Hochstimmung.

Kaum jemand in der Halle kann sich noch auf seinem Sitz halten und so tanzen die Fans ausgelassen singen mit. Man merkt sofort, dass die alten Klassiker noch immer ihre Wirkung entfalten. Mit "Holland Road" und "The Cave" liefern die Briten gleich die nächsten großen Mitsing-Hymnen nach.

Mitten in der Menge

Auch an Opulenz und Bühnendesign fehlt es bei dieser Tour nicht. Die Bühne befindet sich in der Mitte der Festhalle – im Herzen der Menge sozusagen. Mumford & Sons bespielen ihr Publikum somit nicht wie üblich von vorne, sondern widmen sie ihren Fans auf allen Seiten gleichermaßen.

Dazu untermalen Mumford & Sons jeden ihrer Songs individuell mit einer opulenten Lichtshow und verpassen ihrem Sound mit visuellen Effekten einen neuen Gesamteindruck.

Nah an den Fans

Auffällig ist auch, dass die Briten bewusst das Tempo ihrer Songs zurücknehmen, um diese live eindrucksvoller wirken zu lassen. Und so werden die Fans auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen. Immer wieder wechselt das Set zwischen mitreißenden Indie-Folk-Nummern und langsamen gefühlvollen Balladen.

Außerdem sucht Sänger Marcus Mumford ständig die Nähe zu seinen Fans. Bei "Ditmas" hüpft er sogar kurzerhand von der Bühne, lässt sich durch die Menge treiben und läuft auf der vorderen Seite der Festhalle die Ränge ab um gemeinsam mit seinem Publikum zu feiern. Es wird deutlich, dass die Band trotz ihrer Erfolge immer noch mit Leidenschaft dabei ist und im Herzen Vollblutmusiker geblieben sind.

Ausgelassene Atmosphäre

Die Stimmung wird noch intensiver, als die Band als Zugabe ein kleines Akustik-Set zum Besten gibt. Still und ehrfürchtig steht die Band inklusive Sänger Marcus Mumford in einem spärlich beleuchteten Kreis, der gefühlvoll nur mit einer Akustik-Gitarre "Cold Arms" und anschließend "Forever" singt und dabei von den drei anderen Bandmitgliedern stimmlich unterstützt wird.

Aufgelockert wird die Situation anschließend, als die Bandmitglieder von Gang Of Youths auf die Bühne stürmen um gemeinsam mit Mumford and Sons "Blood" zu performen, ein Cover von The Middle East.

Ein letztes Mal Mitsingen

"Awake My Soul" läutet das Ende des Abends ein, der mit "I Will Wait" seinen Höhepunkt erreicht. Hier wird ein letztes Mal ausgelassen getanzt und die letzten großen Mitsing-Chöre angestimmt. Mit "Delta", dem Titeltrack der aktuellen Platte, verabschiedet sich die Band von ihrem Publikum mit reichlich Konfetti und viel Stimmung. 

Mumford & Sons haben erneut unter Beweis gestellt, dass sie ihr Publikum mitreißen und verzaubern können. Dazu liefern die Briten eine opulente Show aus Sound und Licht ab sowie ein Set der Extraklasse, bei der jede einzelne Hymne von den Fans feiernd aufgenommen wird.

Setlist

Guiding Light / Little Lion Man / Holland Road / The Cave / Beloved / Lover Of The Light / Tompkins Square Park / Believe / Ditmas / Slip Away / Picture You / Darkness Visible / The Wolf / Cold Arms / White Blank Page / Forever / Blood (mit Gang of Youths) / Awake My Soul / I Will Wait / Delta

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