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The Prodigy (live in Frankfurt 2018) © Torsten Reitz

Die Rave-Punk Pioniere The Prodigy sind zurück und zeigen in der Festhalle Frankfurt, dass sie ihrem Sound immer noch treu geblieben sind. Ein Abend wie im Rausch - mit viel Energie, einer bombastischen Lichtshow, treibenden Beats und den ikonischen, schrillen Elektrosounds. Let the rave begin!

In den 90ern prägten The Prodigy mit ihrem aggressiven Mix aus Acid House, Punk, Drum’n’Bass, Techno, Breakbeat, Hip Hop und Hardcore-Elementen eine ganze Generation. Auch heute füllen die unverkennbaren Hits wie "Firestarter", "Breath" oder "Smack my bitch up" jede Tanzfläche.

Mit ihrem siebten Album "No Tourists" will es die UK-Combo nochmal wissen, wohlgemerkt in Originalbesetzung. The Prodigy sind sich und ihrem Sound live wie auch auf Platte treu geblieben, was in der heutigen Weichspülpop-Zeit beachtlich ist. Für Fans und Freunde des gepflegten Raves ist die Show in der Frankfurter Festhalle also sowieso ein Muss.

Zeit zum Ausrasten

Lange braucht es jedenfalls nicht, bis The Prodigy ihr Publikum auf Betriebstemperatur gebracht haben. Mit dem Opener "Breathe" beginnen die ersten Gliedmaßen zu zucken, Bierbecher fliegen durch die Luft, Hände werden in die Höhe gerissen. Wer sich an einem Abend einfach gehen lassen will, der ist bei The Prodigy goldrichtig.

Klassiker wie "Vodoo People", "Firestarter" oder die Zugabe "Smack My Bitch Up" treiben die Menge bis zur Ekstase an. Aber auch die neuen Nummern, allen voran das Elektro-Brett "Light Up The Sky", reihen sich wunderbar in den radikal-aggressiven Sound ein.

Kopf aus, Licht an!

Passend dazu werden auch bei der imposanten Lichtshow alle Register gezogen. Es flackert und blitzt so stark, dass man die Protagonisten des Abends bei dem ganzen Strobogewitter teilweise gar nicht mehr auf der Bühne erkennen kann."Light Up The Sky" wird bei The Prodigy wörtlich genommen.

Nur bei Übergängen und den built-ups innerhalb der Songs gibt es kleinere Verschnaufspausen für die Augen.

Auf dem Trip

Ab und an schallen die immer gleichen Kommandos von Frontmann Maxim Reality aus den Boxen, mit denen er die Menge weiter aufstachelt. The Prodigy geben einen rasanten Querschnitt ihrer Karriere – nicht mehr und nicht weniger. Alle Hits sind dabei, Smalltalk gibt es keinen, bis auf die obligatorischen Fragen, ob Frankfurt noch da sei. Selbst das Ende kommt nach der Zugabe und mit einem kurzen "Thank you" überraschend abrupt. 

Das schmälert allerdings nicht das gesamte Erlebnis. Es passt auch nicht zu dem düsteren Sound. Bei The Prodigy stehen Sound und Show im Vordergrund und auf die kann sich das Publikum vollkommen einlassen. Die Combo hat mit ihrer spektakulären Show bewiesen, dass sie sich auch weiterhin treu bleiben. Wer richtig abraven will, sollte sich die Herren nicht entgehen lassen.

Setliste

Breathe / Resonate / Nasty / Omen / Champions of London / Voodoo People / Run With the Wolves / Need Some1 / No Tourists / Everybody in the Place / Firestarter / Roadblox / Light Up the Sky / No Good (Start the Dance) / Smack My Bitch Up // We Live Forever / Fire / Take Me to the Hospital / Timebomb Zone

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