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Bausa (live in Heidelberg, 2018) © Alex Schäfer

Nach der ausverkauften Dreifarben-Tour im letzten Jahr dürfen Bausa-Fans den Rapper ein weiteres Mal in Aktion erleben. Bei der ebenfalls ausverkauften Zusatzshow in der Heidelberger halle02 wird Baui dementsprechend gefeiert.

Ich muss eines direkt zugeben: Weder bin ich ein Riesenfan von deutschem Rap, noch von Hip-Hop generell. Von Bausa hatte ich schon mal gehört, das war es dann aber auch.

Von null auf hundert

Vor drei Wochen dann der Sinneswandel. Reingehört, auf Instagram gestalkt (sehr witzig!), zack, schon bin auch ich der Bausa-Manie verfallen, also ab zum Konzert.

Vorband ist der Rapper Joshi Mizu, der über so jugendfreundliche Themen wie Drogen, Partys, seine Spielsucht und ausufernden Alkoholkonsum singt. Das ist schon mal vielversprechend für den weiteren Abend.

Der Baron auf der Bühne

Auch Bausa lässt nicht lange auf sich warten. Unter ohrenbetäubendem Gegröhle und Gekreische betritt er die Bühne und lässt die Fans an seinem ganzen Oeuvre teilhaben.

Ein Lied für die Schlampen, ein Lied für die Tänzerinnen ("Stripperin"), die weiblichen Fans stehen kurz vorm Kollaps, ich selbst überlege, wann ich zuletzt so oft an nur einem Abend das Wort Hurensohn gehört habe. 

Die Flut von in den Himmel gestreckten Smartphones erschwert mir etwas die Sicht, bei manchen Fans kann ich nur den Kopf schütteln, aber dennoch: Bausa schafft es, auch das Publikum in der hinterletzten Ecke abzuholen. 

Mit Songs wie "Tropfen" oder "Baron" bringt er die Menge in Stimmung, das laut eigener Aussage sehr tiefgründige und philosophisch anspruchsvolle Lied "FML" darf natürlich auch nicht fehlen, beim Deichkindesquen Skit "Pillen im Club" ist dann alles vorbei. Die Stimmung könnte nicht besser sein, Bausa hat Bock, das Publikum sowieso.

Doppelt gemoppelt

Songs wie "Was kostet mich deine Liebe", "Belle Etage", "Stoff" und "Szenen im Hotel" sind ebenso in der Setlist enthalten wie das Lied "Berlin", "Was du Liebe nennst", sein absoluter Erfolgshit, schafft es gleich zweimal ins Set. 

Nicht besonders kreativ das Ganze, aber funktionieren tut es allemal. Ein Abend der Spaß macht. So soll's doch schließlich sein. Grazie mille, und tschaui Baui. 

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