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Postmodern Jukebox (live in Frankfurt am Main, 2017) © Andreas Defren

In einer zweistündigen Show in der halle02 in Heidelberg holen Scott Bradlee's Postmodern Jukebox die Roaring Twenties nach Heidelberg und verfremden Charthits im Vintage-Stil.

Das Konzert beginnt mit einer Ankündigung des Moderators LaVance Colley: "Let's give some hits, all of you know, a more classic style".

Das Ensemble um Scott Bradlee aus New York hält dieses Versprechen. Insgesamt hat man als Besucher während des Abends oft den Eindruck, als würde man sich auf einer Party in Gatsbys Villa befinden.

Humorvolle Selbstdarstellung

Die Kostüme des Ensembles im Stil der Roaring Twenties werden im Laufe des Abends immer prächtiger. Auch das Publikum hat sich an diesem Abend ziemlich in Schale geworfen: Beim Weg durch die Menge erblickt man Damen in Chaleston-Kleidern und funkelndem Haarschmuck in Begleitung von Herren, die Hüte tragen.

Vokalist Casey Abrams sorgt beim Publikum für eine Menge Gelächter, als er auf der Bühne demonstrativ seine Whiskyflasche auspackt, einen kräftigen Schluck nimmt und bemerkt: "Guess you need one, too". Seine Interpretation von "Sweet Child Of Mine" ist zwischen vielen gewagten Soli des Trompeters jedoch kaum wiederzuerkennen

Coverversionen machen den Originalen Konkurrenz

Nachdem sich Sängerin Christina Gatti besonders divenhaft in Szene setzt und "Baby One More Time" zu Besten gibt, folgt ein ziemlich beeindruckendes Solo des Stepptänzers. Leider geht seine Performance für alle Konzertbesucher, die nicht in den ersten Reihen stehen, ein wenig unter. 

Für die größte Begeisterung sorgt die jazzige Version von Katy Perrys "Hear me Roar", zu der das Publikum eifrig mittanzt. Zwar keinen Charleston, aber immerhin. Etwas ruhiger und auch sentimentaler wird die Stimmung bei gefühlvollen Songs wie "Time After Time" und "What Is Love".

Gegen Ende des Abends werden die Mitglieder des Ensembles Blumen in die Menge und einige Konzertbesucher ziehen den Hut vor der Gruppe um Scott Bradlee. Die Künstler bedanken sich anschließend für einen gelungenen Konzertabend: "Thank you for giving us the chance."

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