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Stone Sour (live in Frankfurt, 2017) © Leonard Kötters

Stone Sour sind zurück und lassen in der Jahrhunderthalle Frankfurt mit einer energiegeladenen Show und druckvollem Sound die Metalheads kreisen. Mit im Gepäck: zentnerschwere Riffs und die neue Platte "Hydrograd". Pommesgabeln hoch!

"Hallo you bastards!", schallt es von der Bühne. Stone Sour sind zurück und spielen eine ihrer größten Shows in Deutschland in der Jahrhunderthalle Frankfurt. Das lässt sich die Stone Sour-Crowd nicht zweimal sagen: die Halle ist gut gefüllt und Rampensau Corey Taylor bestens gelaunt.

"We’re back in one of my favorite countries in the world". Deutschland ist nicht nur für Taylors Maskenkabinett Slipknot ein wichtiger Markt. Auch das zweite Projekt ist vielversprechend und wächst stetig – und das ganz ohne Maske. Dafür gibt's ganz viele Dankesreden und das obligatorische Schwenken einer Deutschlandflagge.

Für die Masse

"Are you ready to lose your fucking mind?!", schreit er in die Menge. Aber sowas von! Stone Sour haben einen ganzen Bretterstapel mitgebracht, der durch Balladen wie "Say You’ll Haunt Me“, "Hesitate" oder dem Klassiker "Through Glass" aufgelockert wird, bei dem der ganze Saal mitsingt.

Ein Song wie "Hesitate" oder die etwas flottere neue Single "Song #3" wäre unter der Slipknot-Fahne kaum denkbar. Stone Sour ist sozusagen der massentauglichere Bruder. Dennoch gibt’s auch hier ordentlich auf die Metalnuss – und vor allem das überzeugt auf ganzer Linie.

Falls die Stimmung doch einbricht, hat Taylor zumindest genug Entertainer-Jahre auf dem Buckel, um seine Crowd wieder auf Hochtouren zu bringen. Der Mann hat einfach eine unglaubliche Präsenz. So wird auf Kommando "fucking" gebangt, "fucking" gebounct oder "fucking" mitgesungen. "Fuck" scheint neben "motherfucker" Taylors Lieblingswort zu sein.

Frust & Aggression

Stone Sour sind immer dann am stärksten, wenn brachiale Riffs und wummernde Basslines auf melodische Hooks treffen. Bei musikalischen Dampfhammern wie "30/30-150", einem wutentbrannten "Reborn", dem treibenden "Gone Sovereign" oder der Zugabe "Absolute Zero" blitzt auch ein wenig Slipknot wieder auf.

Dabei shoutet sich Frontmann Taylor die Seele aus dem Leib oder headbangt mit seinen Fans. Untermalt wird das Ganze von einer passend aggressiven Lichtshow und Funken, die immer wieder aus dem Boden schießen. Auch der Sound ist einwandfrei.

Schlussendlich lässt sich feststellen, dass Stone Sour allmählich aus dem Schatten Slipknots treten und das Zeug dazu haben, große Bekanntkeit zu erreichen. Mit dem Auftritt in der Jahrhunderthalle haben sie schon gezeigt, wo der Metalhammer hängt. Sour macht glücklich.

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