Jamiroquai

Jamiroquai © MCT

Seit 25 Jahren stehen Jamiroquai auf der Bühne und begeistern die Massen. So auch in Düsseldorf vor ausverkauftem Haus. Dabei beweisen sie, dass ihr Sound noch immer topaktuell ist und dass die neuen Songs vom Album "Automaton" genau so begeistert gefeiert werden wie die alten Hits.

Schon das Intro mit den vielen Bildern über Automatisierung, künstliche Intelligenz und Zukunftstechniken aller Art stellt die Frage, wie der Mensch in dieser Zukunft seinen Platz findet. Das steht sinnbildlich für die Musik von Jamiroquai, die ihren Sound auch in die aktuelle Zeit transferieren müssen, was ihnen allerdings erstaunlich mühelos gelingt. Die neuen Songs vom aktuellen Album "Automaton" werden ebenso enthusisatisch abgefeiert wie die alten Hits.

Das Publikum in der ausverkauften Mitsubishi Electric Halle ist bunt durchmischt, obwohl die Zahl der Besucher unter 30 Jahren sehr überschaubar ist. Die Sitztribünen hinten und an den Seiten hätte sich der Veranstalter jedoch sparen können: Jamiroquai elektrisieren derart, dass die meisten Zuschauer die kompletten zwei Stunden durchgängig stehen und mittanzen. 

Vollgas mit neuen Songs

Schon der erste Song "Shake It On" vom neuen Album lässt die Halle ausflippen. Die treibenden Beats und rollenden Bässe passen perfekt zum typischen Funk Groove von Jamiroquai, der die ganze Halle zum Tanzen bringt. Auch "Automaton" ist kraftvoll und energiegeladen. Der Computersound mit den Elementen aus Future Electro erinnert gleichfalls an den Sound von Kraftwerk.

Ebenso heftig werden "Cloud 9" und "Superfresh" abgefeiert. Mit einer gigantischen Lichtershow, zu der bei "Superfresh" zusätzlich noch eine Lasershow geboten wird, lassen es Jamiroquai ordentlich krachen. Auch hier zeigt sich, dass die neuen Songs sich nahtlos in das Konzept und die Qualität der alten Hits einfügen.

Große Hits ganz modern 

Neben den neuen Songs haben Jamiroquai auch den alten Hits eine Frischzellenkur verpasst. Das groovige "Little L" wird ebenso bejubelt wie das rockige "The Kids" mit seinen heulenden Gitarren. Die Vielfältigkeit im Sound zeigt sich bei "Hey Floyd", als neben dem funkigen Keyboard die eingebauten Reggae-Elemente dominieren.

Dennoch zeigt sich, dass das Publikum einige Lieblingssongs hat. Besonders stark mitgesungen wird der ruhigere "Space Cowboy". Aber auch "Cosmic Girl" ertönt lauthals aus hunderten Kehlen. Kein Wunder, dass einer ihrer größten Hits die ganze Halle ausflippen lässt. 

Finale furioso

Zum Abschluss zeigen Jamiroquai nochmal die ganze Bandbreite ihrer Songs. Der verspielte Sound von "Too Young To Die" bildet den Auftakt. Mit den dröhnenden Bässen von "Canned Heat" treibt die Band die Zuschauer an, bis sich diese Energie mit dem riesig gefeierten "Love Foolosophy" entlädt. Der Energie, die durch die Halle wabert, kann sich kein Zuschauer entziehen. Die Gitarristen feuern Salve auf Salve ab, überall wird getanzt.

Als Zugabe gibt es noch "Virtual Insanity". Der Sound ist smoother und elegant, dabei ebenso cool wie massentauglich. Auch beim letzten Song singen zahlreiche Zuschauer mit und tanzen ausgelassen. Das Ende des Partyabends zeigt, dass Jamiroquai auch nach 25 Jahren immer noch auf der Höhe der Zeit sind. Die Könige des funkigen Acid Jazz haben nichts an Qualität oder Relevanz eingebüßt und vermögen sowohl mit ihren alten Hits als auch mit ihren neuen Songs zu überzeugen.

Setlist

Shake It On / Littel L / Automaton / The Kids / Space Cowboy / Cloud 9 / Superfresh / Hey Floyd / Cosmic Girl / Don't Give Hate A Chance / Emergency On Planet Earth / Runaway / Too Young To Die / Canned Heat / Love Foolosophy // Virtual Insanity

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