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Wolf People (live in Weinheim, 2017) © Daniel Nagel

Die englische Psychedelic-Rockband Wolf People ist in Deutschland noch nicht so bekannt, wie wir es gerne hätten. Bei ihrem mitreißenden Konzert im Weinheimer Café Central drehen sie ordentlich auf - und die Zuschauer mit ihnen.

Es gibt sie nicht oft, diese perfekten Konzertabende. Bei Wolf People im Weinheimer Café Central stimmt aber einfach alles. Von der Location über das gute Woinemer bis hin zum Opener gibt es nichts zu meckern.

Angenehme Überraschung

Als Last Minute Support steht Suzan Köcher auf der Bühne und entpuppt sich als angenehme Überraschung. Ihr Sound ist irgendwo zwischen Folk und Country angesiedelt, ihr Set (inklusive Serge Gainsbourg und Brigitte Bardot-Cover) eine gute Mischung, um in Stimmung zu kommen. Außerdem versprechen ihr Auftreten und ihre Stimme weitaus mehr als das "Mädchen-mit-Gitarre"-Klischee.

Da ist man tatsächlich mal ein bisschen traurig wenn die Vorband die Bühne verlässt. Zum Glück gibt es ihre erste EP "Blood Red Wine" bald zu kaufen und in der Rhein-Neckar-Region dürfen wir sie auch ganz bald wieder begrüßen, nämlich auf dem Maifeld Derby.

Das geht noch besser?!?

Wolf People haben es mit jedem Album geschafft sich selbst noch mal zu toppen, die Frage die sich bis jetzt stellte, war lediglich, ob sie es schaffen live genauso gut zu klingen. Auf der Bühne beweisen sie jedoch, dass sie nicht nur das können, sondern setzen dem ganzen noch die Krone auf. 

Sowohl von ihrem aktuellen Album "Ruins" als auch von den Vorgängern spielen sie eine Handvoll Songs. Bei Liedern wie "Silbury Sands", "Banks of Sweet Dundee" oder "Ninth Night" drehen sie richtig auf, das Publikum ist ordentlich am Headbangen. Dabei haben sie so ein unscheinbares und sympathisches Auftreten, dass man die vier Engländer einfach mögen muss.

Im psychedelischen Rock-Paradies

Wer sich auf eine psychedelische Zeitreise in die späten 1960er begeben möchte, ist bei Wolf People jedenfalls genau richtig. Live sind sie zwar deutlich lauter und rockiger als auf ihren Platten, aber ihrer Melodiösität tut das keinen Abbruch. Dazu überzeugt die Band auch als tighte Einheit, die auch in ausgedehnten Instrumentalpassagen nie ihre Konzentration verliert. 

Mit ihrem Set befördern sie ihr Publikum in ein psychedelisches Rock-Paradies, verzichten auf jegliche Attitüden und hauen einfach richtig drauf. Die Besucher dürfen sich über anderthalb Stunden Riffs und Beats vom Feinsten freuen. Darauf noch ein Woinemer!

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