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Sum 41 live auf dem Highfield Festival 2016 © Christian Grube

Sie sind endlich wieder da: Sum 41 beweisen im ausverkauften Schlachthof mit einer energiegeladenen Punkrockshow voller Spielfreude, beeindruckender Präsenz und viel Sympathie, dass sie noch immer zu den Schwergewichten in ihrem Genre zählen.

Während der großen Punkrockwelle der 2000er Jahre zählten Sum 41, der dreckige Bruder von Blink 182, zu den erfolgreichsten und prägensten Genrevertretern. Doch das wilde Sex, Drugs & RocknRoll-Leben hatte seinen Preis: 2014 brach Frontmann Deryck Whibley aufgrund seiner Alkoholsucht zusammen. Die Zukunft von Sum 41: ungewiss.

Von Müdigkeit keine Spur

Umso bemerkenswerter ist es nun, ihn und seine Jungs beim zwanzigjährigen Bandjubiläum hochmotiviert im rappelvollen Schlachthof zu bestaunen – und das trotz seiner Erkältung. "I got the flue, but fuck it! Let's play some rock music!", schallt es von der Bühne.

"I'm having the time of my life right now". Dieser sympathische Kerl im Muskelshirt will heute einfach nur Spaß haben. Sum 41 sind verdammt gut drauf und haben ein fulminantes Best Of ihrer bisherigen Bandhistorie mitgebracht aus Klassikern wie "Fat Lip", "Still Waiting", "Into Deep" oder "No Reason" sowie neuem Fanfutter aus der aktuellen Platte "13 Voices".

Alle Register gezogen

Durchhänger gibt es kaum, wozu auch die Performance und Präsenz der fünf Jungs einen großen Teil beiträgt. Immer wieder werden diverse Solo-Parts eingestreut, so dass jedes Bandmitglied abwechselnd im Vordergrund steht.

So verlagert sich auch immer wieder das musikalische Gleichgewicht zwischen Punk und Metal, was den druckvollen Sound von Sum 41 aus macht. Hier knallt es an allen Ecken und Enden! Untermalt wird die schweisstreibende Show von einer spektakulären Belichtung mit Unmengen an Moving Heads. Dazu schießen Luftsäulen Konfetti in die Menge. Im Background prangt ein riesiger Totenschädel.

Familienfeier

Solch Spielfreude steckt an. Sum 41 wissen genau wie sie mit ihrem Publikum umgehen. Vor allem im vorderen Bereich der Halle geht sprichwörtlich der Punk ab. Es wird gemosht und sich gerauft, dass das Bier nur so spritzt, zu "There will be blood" wird gesprungen und bei "The Hell Song", "We're All to blame" und "Pieces" darf die Menge alleine singen.

Die Fans sind mit ihren Idolen gewachsen und feiern jeden einzelnen Song. Ein paar dürfen das gesamte Konzert sogar von der Bühne aus betrachten. Der emotionalste Moment ist allerdings Derycks Solo-Performance von "With you" auf einer Mini-Stage im hinteren Teil der Halle. Hier zeigt sich, dass dieser Mann auch stimmlich noch immer außerordentlich fit ist.

Was ein Sumback!

"I feel the love, do you feel me", fragt Deryck ins Rund. Sum 41 sind zurück – und wie. Kein Wunder, dass die Jungs für zwei Zugabenblöcke unter tosendem Applaus nochmal auf die Bühne betreten. Mit ihrem energiegeladenen Konzert im Schlachthof haben die Kanadier ihre Qualität bewiesen und ihren Ruf als Urgesteine des Punkrock-Genres mit einem fetten Ausrufezeichen und jeder Menge Spielfreude untermauert. Welcome back, Sum 41!

Setlist

A Murder of Crows / Fake My Own Death / The Hell Song / Over My Head (Better Off Dead) / Goddamn I'm Dead Again / Underclass Hero / Screaming Bloody Murder / There Will Be Blood / War / Motivation / Grab the Devil by the Horns and Fuck Him Up the Ass / We're All to Blame / Walking Disaster / Makes No Difference / With Me / God Save Us All (Death to POP) / No Reason / We Will Rock You / Still Waiting / In Too Deep // Reason to Believe / Pieces / Welcome to Hell / Fat Lip // Pain for Pleasure

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