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Madsen (live beim Sound of the Forest, 2016) © Peter H. Bauer

Bereits zum achten Mal lockt das kleine aber feine Sound of the Forest-Festival Liebhaber in den Odenwald. Mit einem bunten Line-up aus bekannten und noch unbekannten Gesichtern weiß es auch dieses Jahr wieder zu begeistern.

Kurz vor Beginn steht fest: Das Sound Of The Forest Festival 2016 ist mit 5000 Besuchern komplett ausverkauft. Überraschend ist das jedoch nicht, hat sich doch das Line-up Jahr für Jahr aufs Neue mit einer genre- und länderübergreifenden Mischung bewährt. 

Nasser Start am Donnerstag

Perfektes Festivalwetter sieht anders aus: es gießt wie aus Eimern und bei den langen Wartezeiten am Einlass dauert es nicht lange, bis man bis auf die Knochen durchnässt ist. Auch der Andrang zur Opening Party scheint kein Ende zu nehmen, doch bei dem Line-up lohnt sich das Warten. 

Die beiden Jungs von Tripadlib liefern  ein super Set, und auch die B-Quiet DJs heizen den durchnässten Besuchern mit ihrem Mix aus Techno und House ordentlich ein. Wer da nicht barfuß im Regen tanzt, hat irgendwas falsch gemacht. 

Der Freitag lockt die Meute an

Das schlechte Wetter vom Vortag ist vergessen, am Freitag kann man mit vollem Elan im mabbeligen See rumdümpeln, oder einfach auf der Wiese zu Acts wie Faber oder Ed Prosak chillen. 

Auf der Waldbühne loopt sich danach Jeremy Loops aus Südafrika durch sein Set und sorgt mit seinen Hits "Down South" oder "Skinny Blues" für gute Stimmung. Mit seiner guten Laune schafft er es sogar, die riesige Gewitterwolke am Horizont zu vertreiben. 

Auch Madsen schreiben mit ihrem Auftritt mal wieder Geschichte, doch das absolute Highlight an diesem Tag ist eindeutig Meute, die nach den auch schon tanzbaren Dubioza Kolektiv richtig abliefern. Die Marching Band hat schon auf dem Maifeld Derby grandios performt, und sorgt auch dieses Mal wieder dafür, dass die Menge komplett ausrastet.

Die gefühlt 50 Leute auf der Bühne sind perfekt koordiniert, und machen als Zugabe mit ihrem Deichkind-Cover nochmal ordentlich Krawall und Remmidemmi. Die Meute vor der Bühne ist begeistert, und wird nach dem Set in die lange Partynacht mit Umami und noch einigen anderen elektronischen Acts entlassen. 

Stoner-Rock zum Aufwachen

Wer es am nächsten Tag dann tatsächlich wieder aus dem Bett schafft, kann sich wieder gemächlich mit Konterbier an den See lümmeln, an dem es jetzt voller ist als in einem chinesischen Schwimmbad. Wieder ein ruhiger Start, wer wach werden und eine Portion Rock hören will geht jedoch schon bald zu Bonsai.

Die drei Heidelberger Jungs liefern mit ihrem Stoner-Rock eine solide Show ab, pogen inklusive. "Habt ihr Bock ein bisschen so auszurasten wie gestern bei Madsen?" Ja, haben wir. Auf geht's. 

Mehr als nur lala 

Zu Blumentopf könnte man wohl zehn Berichte schreiben, und hätte immer noch nicht alles erzählt. Das Konzert beim Sound of the Forest ist das Vorletzte der Band, und es kracht mal wieder gewaltig. Nicht nur so lala, sondern ganz außergewöhnlich genial. Partysafari vom Feinsten. Dass man die so nicht wiedersehen wird, ist schon ziemlich krass. 

Nach Blumentopf wartet dann aber noch ein weiteres Highlight. Blondage waren ehemals Rangleklods, so ein Neustart kann schief gehen, muss er aber nicht. Das Duo aus Dänemark ist immer noch der absolute Hammer, sie liefern ein Set, dass die Besucher nach Blumentopf noch mal in ein richtiges High versetzt. 

Sonniger Abschluss

Am Sonntag kann man ein letztes Mal die Seebühne genießen, Fil Bo Riva macht hier mit seiner perfekten See-Chill-Gute-Laune-Musik den Anfang, und auch Lampe sorgt danach für einen guten Soundtrack. So lässt es sich aushalten.

Ein weiteres wunderschönes Sound of the Forest geht zu Ende, in einem Jahr röhrt der Hirsch wieder. Es war ein Fest!

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