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Bröselmaschine (live auf dem Burg Herzberg Festival 2016) © Dörte Mansen

Ein weiteres Burg Herzberg Festival ist zu Ende gegangen. Das alteingesessene Hippie-Festival präsentierte sich 2016 von seiner vielseitigen Seite.

Wie jedes Jahr reist die Herzberggemeinde bereits am Montag an, um einen guten Platz zum Campen zu bekommen. Und wie üblich staut sich die Schlange bis auf die B62.

Nachdem pünktlich um 10 Uhr die Campingtore geöffnet werden, ist bereits am Dienstagabend Freak-City komplett mit Zelten besetzt, obwohl die Konzerte erst zwei Tage später starten. Bei gutem Wetter und vielen Alternative-Live-Acts an Ständen und Zelten lässt sich diese Zeit aber gut überbrücken.

Thursday's Child

Die Top 3 vom Donnerstag beginnt mit Bukahara aus Berlin, die einen wunderbar harmonischen Alternativesound auf die Bühne bringen.

Bereits zum zweiten Mal in Herzberg sind Blues Pills, diesmal als Hauptact auf der Mainstage. Und das zurecht, wie sie mit ihrem sehr kompakten Sound beweisen. Dadurch wirken die Songs genauso druckvoll, wie die Bühnenshow beeindruckend ist. Den spannenden Abschluss machen die Franzosen von Lazuli, die harmonischen und gut hörbaren Prog-Rock darbieten.

Friday I'm in Love

Am Freitag schwenkt das Wetter dann um, statt Sonne gibt es Regen und statt Prog-Rock kommt ein Liedermacher. Götz Widmann, frisch getrennt, bringt endlich neues Material zu Gehör. Die Lieder erfüllen wieder die alten Standards und werden kräftig abgefeiert. Keine Highlights, aber doch erwähnenswert sind an diesem Tag das wegen Regen und Sturm unterbrochene Konzert von Walter Trout sowie die akzeptable, aber nicht überraschende Show von Nigel Kennedy.

Top ist dann hingegen Lola Marsh mit ihrer bezaubernden Stimme. Und um die drei vollzumachen, zähle ich ausnahmsweise den Opener vom Samstag, Miller Anderson, noch zu Freitag. Er trifft von allen Acts am besten den Sound der 70er Jahre, für den das Herzberg-Festival lange stand.

Saturday Night's Alright for Fighting

Der dritte Tag bietet dann mit SIMO am Nachmittag in praller Sonne ein fettes Power Rock-Trio. Auch durch die sympathisch druckvolle Bühnenshow begeistern die Jungs aus Nashville.

Element Of Crime sind anschließend bei den Mädels ein Selbstläufer, werden aber auch wohlwollend von den Männern benickt. Und mit Kadavar steht auch am Samstag eine sehr überzeugende rockige Bluesband auf der Bühne.

Easy Like Sunday Morning

Nach vier Tagen ist naturgemäß die Luft ein bischen raus. Das liegt vor allem daran, dass von der Hauptbühne ständig ein übermäßig lauter Sound zu hören ist. Da ist es schon toll, mit Bröselmaschine deutsche Rockheroen der 70er zu hören, die ihren Sound beherrschen.

Sie müssen also nicht laut sein, um trotzdem rockig zu überzeugen. Seth Lakeman ist anschließend perfekt für einen sonnigen Sonntagnachmittag und bietet ruhigen Folk zum Relaxen. Funny van Dannen beweist anschließend, dass ein Festival auch zwei Liedermacher auf der Mainstage verträgt.

In der Vielfalt liegt die Stärke

Unerwähnt bleiben müssen die vielen tollen Bands, die auf der Freakstage, der Mentalstage, dem Höllenschuppen und den vielen Cateringbühnen das Festival bereichern. Diese Bühnen machen die musikalische Vielfalt des Festivals aus, genauso wie das Kinderland, das Fußballturnier und die liebevolle-friedliche Stimmung aller Besucher.

Diese hatten sich dann grösstenteils auch noch den Montag freigenommen, um eine komplette Urlaubswoche voll von Peace & Love & Happiness zu feiern. Wo könnte man das besser als beim Burg Herzberg-Festival?

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