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Joris (live beim Zeltfestival 2016 in Mannheim) © Felix Huth

Trotz widriger Wetterbedingungen finden sich um die zweitausend Menschen im Palastzelt auf dem Maimarktgelände ein, um den schönen Klängen des Durchstartes Joris zu lauschen. Der geheime Star des Abends ist der Gitarrenkünstler Jonathan Kluth.

Es wäre doch zu schade, wenn das pompöse Palastzelt auf dem Maimarktgelände nur für das Maifeld Derby genutzt werden würde. Das dachten sich sicherlich auch die Veranstalter. In diesem Jahr initiierten sie daher das 1. Zeltfestival Rhein-Neckar, das von Pop über Metal bis hin zu Comedy für jeden Geschmack etwas in petto hat. 

Der Regen hält niemanden ab

Zahlreiche Leute strömen am verregneten Sonntagabend in das trockene und angenehm warme Zelt, um einen schönen Abend mit Joris und Gästen zu verbringen. Sie werden nicht enttäuscht. Der erst 26-jährige Pop-Künstler treibt das Publikum bis zum Äußersten. Mithilfe von äußergewöhnlichen visuellen Effekten und seiner charmanten Art gelingt es ihm, eine einzigartige Stimmung zu erzeugen. 

Ich zünde eine Kerze für dich an, Mannheim

Besonders stimmungsvoll wird es, als das Zelt komplett verdunkelt wird und sich die Bandmitglieder um einer durch eine Kerze erleuchteten Trommel positionieren. Der strömende Regen, der auf das Dachzelt prasselt, könnte nicht besser dazu passen. Während des gesamten Sets animiert der Sänger die textsicheren Zuschauer, wodurch sich die Laune immer weiter hebt.

Liebeserklärung aus tausend Kehlen

Das Highlight ist natürlich sein Radio-Hit "Herz über Kopf". Das gesamte Zelt tanzt ausgelassen mit. Gegen Ende des Songs erscheinen drei Bläser auf der Bühne, die in einer finalen Reggae-Version des Hits nochmal das Letzte aus dem Publikum herauskitzeln. Der Chorus wird von der Masse in Dauerschleife wiederholt. Schöner könnte eine Liebeserklärung nicht klingen. Mannheim liebt Joris und Joris liebt Mannheim.

Genialer (erster) Support Act

Für ebenfalls große Begeisterung sorgt der erste Support Act des Abends, Jonathan Kluth, der die zweite Vorband Riot Of Colours in den Schatten stellt. Nur unterstützt durch einen Drummer lässt Jonathan virtuose Gitarrenklänge à la John Butler ertönen, die zusammen mit seiner druckvollen Stimme ein energiegeladenes Ganzes ergeben.

Auf dem Weg zum Ruhm

Man sieht den beiden Musikern ihre Leidenschaft direkt an, daher dauert es auch nicht lange, bis das gesamte Publikum von der Spielfreude angesteckt wird. Besonders die intensiven Crescendi zum Ende der Songs sorgen für lauten Applaus.

In musikalischer Hinsicht steht Jonathan Kluth dem Hauptact in nichts nach. Angesichts seines Könnens und seiner großartigen Hymnen hätte er mehr Zuspruch verdient. Das Zeltfestival Rhein-Neckar hat jedenfalls einen exzellenten Start hingelegt. Es gibt also viel Grund zur Vorfreude auf das, was uns noch erwartet.

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