Melt! Festival (Pressefoto, 2014)

Melt! Festival (Pressefoto, 2014) © Stephan Flad

Das Melt! 2014 ist mit einer Hitzewelle, Glitzermusik mit Robyn & Röyksopp und jeder Menge elektronischer Beats gestartet. Und ein paar zu entdeckende Indieperlen gab es auch zu hören.

Sommer, Sonne, Sonnenschein. Über 30 Grad herrschten in der "Stadt aus Eisen“ in Ferropolis am ersten Festivaltag des Melt! 2014. Grund genug für viele Festivalbesucher, in den umliegenden See zu springen, bevor sie statt Sonnencreme ganz viel Glitzer auf das Gesicht, Backe, Nase und Körper auftrugen.

Glitzermusik

Apropos Glitzer! Das gab es auch auf so manch einem Konzert zu sehen. Wie bei Robyn & Röyksopp. Während Robyn mit funkelnden Kleidern Songs ihrer Kollaboration mit Röyksopp, aber auch eigene Solo-Stücken spielte, trugen auch Röyksopp glitzernde Masken.

Gemeinsam spielten sie knapp zweieinhalb Stunden – das wohl längste Konzert an diesem Tag.

Fette Beats

Ein Melt! ohne seine DJ-Sets und seine DJs – es wäre ein verlorenes Jahr. Mit Sessions von Brodinski, Baauer und Dixon ravten deshalb bereits am Freitag die Massen durch die elektronischen Sphären.

Eine Neuerung gab es diesbezüglich trotzdem: Hatte in den letzten Jahren immer der ehemalige MTV-Moderator Markus Kavka das Melt! mit einem DJ-Set eröffnet, ist er dieses Jahr erst am Samstag mit seinem Auftritt dran. So wurde der Eröffnungsact-Slot am gestrigen Freitag frei für Marcus Worgull.

Deutsche Acts

Nachdem Fritz Kalkbrenner locker-flockig sein Auftritt mit den Worten "Hi, ich bin Fritz, ich fang jetzt einfach mal an" anmoderiert hatte, feuerte der Bruders des berühmteren Paul in gewohnt souveränem Stil ein Feuerwerk an Beats aus seinem Pult heraus – mit Garantie, die Leute müde zu tanzen.

Mit ähnlicher Power legte auch Boys Noize zwischen 5 und 7 Uhr morgens eine markante Good-Morning-Session hin und trieb den Beat mit Wucht voran, dass noch zum Sonnenaufgang die Gemini Stage zum Bersten voll war. Etwas ruhiger ließ es Thees Uhlmann im Intro-Zelt angehen, wo er in ruhigem Ton die Fahne der Hamburger Schule hoch hielt.

Indieperlen

Ach, die Ösis – sie können es immer noch. Derzeit sind es Bilderbuch, die alle mit ihren auf Ösi-Deutsch getexteten Lyrics verzaubern. Beim Melt! 2014 zuckte Sänger Maurice Ernst wiedermal so schön über die Bühne. Die Bands begeisterte mit Songs wie "Plansch“, "Softeis“ und "Maschin“ die Massen, dass man fast eine Wette abschließen kann, dass sie bald mit den ganz Großen im Rockgeschäft mitmischen werden.

Wünschen würde man es den sympathischen Jungs. Im Planschbecken sitzen sie jetzt bestimmt schon.

Dislike

Nothing, außer die brütende Hitze. Aber dafür hat das Melt! Festival ja auch das passende Arzneimittel im Gepäck - späte Stagetimes.

Vor 15 Uhr braucht man hier gar nicht erst aus dem Zelt raus – zumindest wenn man sich nicht entschließt, nach den regulären Performances noch dem Sleepless Floor einen Besuch abzustatten.

Vorfreude auf Samstag

Am Samstag freut man sich auf die Dänen von WhoMadeWho, Metronomy, Future Islands, Modeselektor und viele mehr. Wir sehen bzw lesen uns!

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