Alice Cooper (live bei Rock Meets Classic in Mannheim, 2014)

Alice Cooper (live bei Rock Meets Classic in Mannheim, 2014) © Akis Konstantinidis

Alice Cooper ist bekannt für Scheinenthauptungen und andere Schock-Elemente. Ob er immer noch solche Show-Geschütze auffährt oder mittlerweile etwas ruhiger geworden ist, ließ sich unter anderem letzten Samstag im Südwesten der Republik erleben.

20 Uhr, der Innenraum ist gut gefüllt. Nein, Alice Cooper und seine Band stehen noch nicht auf der Bühne, sondern Fyre! rund um die sympathische Argentinierin Alejandra Burgos. Anstatt bei ca. 20 Grad Celsius noch die Abendsonne zu nutzen, genießen die Leute frische und kraftvolle Rockmusik. Schön, es wenn eine Vorband zu Recht schafft, das Publikum zu überzeugen und in die Halle zu locken.

Berührungsängste gibt es nicht; Interaktion mit dem Publikum und nach dem Auftritt noch kostenlose CDs signieren und Fotos machen ist stattdessen für die stimmgewaltige Frontfrau angesagt. So gewinnt man Fans. Bleibt zu hoffen, dass man von Fyre! noch einiges sehen und hören wird.

Frankensteins Monster ist auch dabei

Mit Funkenregen und "Hello Hooray" begrüßt Alice Cooper seine Fans. An diesem Abend bleibt er seinen Fans keinen Klassiker schuldig: "No More Mr. Nice Guy", "Billion Dollar Baby", "Hey Stoopid" und "Poison" stehen unter anderem auf der Setlist.

Auch bei der Bühnenshow bekommt das bunt gemischte Publikum alles, was es erwartet: Bei "Feed My Frankenstein" wird ein ca. 3 m hohes Monster unter Surren und sprühenden Funkenden mit Elektrizität zum Leben erweckt, um es über die Bühne stampfen und den Refrain singen zu lassen.

In der Zwangsjacke

Alice Cooper wird wahrlich nicht verschont: Erst wird er in eine Zwangsjacke gesteckt, dann steht plötzlich steht die Guillotine bereit und es dauert keine 2 Minuten, da wird sein Kopf den Zuschauern präsentiert.

Wenig später wird sein Körper, bedeckt von einem blutigen Laken, wieder auf einer Barre reingebracht und ta-da, ist er wieder völlig lebendig und ehrt Jim Morrisson, John Lennon, Jimi Hendrix und Keith Moon mit genialen Coverversionen ("Break on Through", "Revolution", "Foxy Lady", "My Generation").

Nichts von seiner Energie verloren

Nach anderthalb Stunden endet das Konzert mit Konfetti und Riesenballons bei der Zugabe "School’s Out". Die Fans sind definitiv auf ihre Kosten gekommen und Alice Cooper hat bewiesen, dass er noch immer eine verdammt gute Show abliefern kann, auch noch mehreren Jahren im Musikgeschäft.

Fazit: Eine Vorband, die sehr positiv überraschte, ein Altmeister des Rock, der auch mit 66 Jahren nichts von seiner Energie verloren hat, klasse Sound, top Musiker und ein gut gelauntes Publikum – was will man mehr? Eben: nichts.

Setlist

Hello Hooray | House of Fire | No More Mr. Nice Guy | Under My Wheels | I'll Bite Your Face Off | Billion Dollar Babies | Caffeine | Department of Youth | Hey Stoopid | Dirty Diamonds | Welcome to My Nightmare | Go to Hell | He's Back (The Man Behind the Mask) | Feed My Frankenstein | Ballad of Dwight Fry | I Love the Dead | Break On Through (to the Other Side) | Revolution | Foxy Lady | My Generation | I'm Eighteen | Poison | Zugabe: School's Out

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