© Alex R. Kirzhner

Bei einem von zwei Deutschlandkonzerten legten Panic! At The Discos im Berliner Astra ein hervorragendes Konzert aufs Parkett, das von den Fans euphorisch bejubelt wurde. Und für die Ladies gab es auch was zum Hingucken.

Im Herbst 2013 veröffentlichten Panic! At The Disco, um die es seit 2011 eher ruhig geworden war, ihr neues Album "Too Weird to Live, Too Rare to Die!" und spielten einige ausverkaufte Shows in Deutschland. Offensichtlich waren die Jungs um Frontmann Brendon Urie so begeistert, dass sie nun noch einmal für zwei Konzerte zurückkamen – eines davon spielten sie im Astra in Berlin.

Gaspard Royant: gute Einheizer

Auch wenn bedingt durch den 1. Mai in jeder Ecke Berlins Feste und Konzerte stattfanden, füllte sich das Astra zügig. Somit waren perfekte Bedingungen gegeben und es konnte pünktlich mit der Vorband Gaspard Royant losgehen.

Diese hatten extra den Weg aus Paris auf sich genommen, um in Berlin ihr Deutschland Debüt zu geben. Dem Berliner Publikum schien der "Doo-Wop Garage'n'Roll" wie sie selbst ihren Stil beschreiben, zu gefallen und man war bestens für den Hauptact des Abends aufgewärmt.

Unter tobenden Applaus betraten Panic! At The Disco kurz darauf die Bühne und stimmten ihren ersten Song "Vegas Lights" an. Bereits nach drei Liedern hatten die Amerikaner das komplette Astra in Bewegung gesetzt und so stand bei "The Ballad of Mona Lisa" schon lang niemand mehr still.

Bunte Mischung

Zur Freude aller hatten Panic! At The Disco nicht nur neue Songs im Gepäck, sondern eine bunte Mischung aus neuen Album und den vorherigen "Vices & Virtues" und "Pretty. Odd". Aber natürlich durften auch ihre Hits von ihrem ersten vor 8 Jahren in Deutschland erschienenen Album "A Fever You Can’t Sweet Out" nicht fehlen.

Auch wenn Brendon Urie, der zur Zeit der einzige aus der Ur-Band ist, nicht unbedingt viel mit dem Publikum interagierte, so wirkte sich das keinesfalls negativ auf den Abend aus. Im Gegenteil, die Show wurde nicht durch lange Ansprachen unterbrochen, was die Stimmung immer auf einem hohen Level hielt.

Für Highlights der Show sorgte nicht nur die Bühnenshow mit akrobatischen Einlagen des Frontmannes in Form von Saltos vom Schlagzeugpodest, sondern auch LED-Wände, auf denen passend zum Lied immer verschiedene Bilder dargestellt wurden. Dazu sorgten Trockeneiskanonen zumindest in den ersten Reihen für etwas Abkühlung.

Euphorisches Publikum

Vor allem hatte das Berliner Publikum einen großen Anteil für die Stimmung an diesem Abend. Bei jedem Lied wurde getanzt, gesprungen und mitgesungen und das von Anfang bis Ende – egal ob das Lied bereits einige Jahre alt oder gerade erst auf dem neuen Album erschienen war.

Kleine Verschnaufpausen gab es bei den wenig ruhigen Nummern auf der Setlist aber dennoch, darunter zählten Songs wie "New Perspective" oder "End of All Things", das Urie zunächst komplett allein auf der Bühne und nur mit Piano begleitet spielte.

Schließlich musste man sowohl Band wie auch Publikum ein wenig Zeit geben, um sich für die nächsten schnelleren Songs vorzubereiten. Doch auch hier stand das Publikum nicht teilnahmslos nur da, sondern zückte Handys und Feuerzeuge um die Stimmung perfekt zu untermalen.

Oben ohne

Nach "Nearly Witches" verabschiedete sich die Band erst einmal von der Bühne, doch das sollte natürlich noch nicht alles gewesen sein für diesen Abend. Die Band trat nach lauten Rufen des Publikums erneut auf die Bühne.

Brendon Urie hatte sich während der kleinen Pause mittlerweile auch seines Hemdes entledigt und stand nun wohl vor allem zur Freude des weiblichen Publikums mit freiem Oberkörper auf der Bühne.

Perfekter Abschluss

Man kann nur darüber spekulieren, ob dieser Teil zur Show gehörte oder ob es an den gestiegenen Innentemperaturen lag. Jedenfalls leiteten sie nun mit "Girls Girls Boys" den letzten Teil ihrer Show ein. Darauf folgten kurze Coverausschnitte, bei der Urie noch einmal seine Stimme in all seiner Variation zeigen konnte. Mit dabei waren hier Teile von Rammsteins "Du Hast" aber auch AC/DC konnte man heraushören.

Allerdings muss auch jedes noch so perfekte Konzert zu Ende gehen. Dafür hatten sich Panic! At The Disco aber noch einen perfekten Abschluss aufgehoben. Denn mit "I Write Sins Not Tragedies" spielten sie als allerletzten Song ihren größten Hit, der vom Publikum fast allein gesungen wurde. Nach dieser gelungenen Show bleibt zu hoffen, dass man in nächster Zeit noch mehr von ihnen hört.

Setlist

Vegas Lights  | Time To Dance | The Ballad of Mona Lisa | The Only Difference Between Martyrdom and Suicide Is Press Coverage | Let’s Kill Tonight | This is Gospel | Camisado | Hurricane | New Perspective | Casual Affair | Ready to Go | Miss Jackson | Nine in the Afternoon | The End of All Things | Lying Ist he Most Fun a Girl Can Have Without Taking Her Clothes Off | Nicotine | Cabaret | Nearly Witches

Zugabe: Girl Girls Boys | I Write Sins Not Tragedies 

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