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Thirty Seconds To Mars (live in Frankfurt, 2013) © Manuela Hall

Thirty Seconds to Mars sind mit ihrem vierten Album "Love, Lust, Faith + Dreams" auf Welttournee und machten am 07.11.2013 einen Abstecher in die gut gefüllte Festhalle Frankfurt. Bei ihrer Show zog die US-Band rund um Frontmann Jared Leto alle Register.

Als Anheizer werden die Briten von You Me At Six ins Boot geholt, die der Bezeichnung Support mehr als gerecht werden. Die fünf Jungs schaffen es mit ihrem an Bands wie Simple Plan angelehnten Pop-Punk und einer energiegeladenen Performance, fast das gesamte Publikum zum Mitklatschen, Mitsingen und Tanzen zu animieren. Selbst in den oberen Rängen stehen die Leute reihenweise – wie wird das bloß beim Hauptact werden?

Einen Vorgeschmack gibt es schon in Form von lauten Schreien, als während der Umbauphase die Triad, also das Dreiecksymbol von Thirty Seconds to Mars, auf den Vorhang projiziert wird. 

Spektakulär und unterhaltsam

Kurz vor halb zehn ist es dann soweit: Mit dem Intro Birth vom aktuellen Album Love, Lust, Faith + Dreams beginnt die Show des Hauptacts – und was für eine... Jared Leto erscheint auf einer Plattform weit über der Bühne.

Thirty Seconds to Mars und vor allem Showman Leto wissen, wie man die Massen bewegt und unterhält, denn das was in den nächsten 90 Minuten passiert, ist Unterhaltung auf hohem Niveau.

Allein die Lichtshow ist bombastisch und trägt enorm viel zur Atmosphäre bei. Überall blitzt es in allen möglichen Farben. Bei This Is War beispielsweise springen Leto und seine Jungs zwischen roten Lasern hin und her.

Passend dazu erscheinen hinten auf einer Leinwand die Songtexte oder an den jeweiligen Song angelehnte Impressionen. Bei This Is War sind das u.a. Kriegsaufnahmen. So erhält jeder Song eine thematisch angepasste, individuelle Show.

Kindergeburtstag trifft Zirkus

Völlig wertfrei gesagt: Thirty Seconds to Mars ist eine Showband. Wo bei anderen Bands allein die Musik im Vordergrund steht, wird hier zu einem großen Teil vor allem auf Show gesetzt.

Das schließt beispielsweise Konfettikanonen und riesige Ballons ein, die schon innerhalb der ersten paar Songs ins Publikum geworfen werden.

Auch auf der Bühne ist zwischen den Songs einiges los. So wird unter anderem eine Wippe aufgebaut, mit der sich zwei Artisten gegenseitig in die Luft katapultieren. Angelehnt an das spektakuläre Musikvideo zu Up in the Air gibt es außerdem Reifenakrobatik zu bewundern.

Verrückte Fans

Teilweise erinnert ein Thirty Seconds to Mars-Konzert an Karneval. So sieht man verrückte Fans, die sich mit ganzen Albumcovern oder dem Triad bemalt haben oder gar Kostüme tragen. Wahrscheinlich nur um einmal auf der Bühne dabei zu sein.

Wer die Konzerte von Thirty Seconds to Mars kennt, weiß, dass kein Konzert endet, ohne dass ein Teil des Publikums auf die Bühne geholt wird. Das passiert an diesem Abend sogar mehrmals.

Ungefähr zur Halbzeit, als Leto alleine mit einer Akustikgitarre um den Hals drei Songs, darunter Hurricane und The Kill, zusammen mit dem Publikum singt, dürfen zwei Mädchen am Bühnenrand sitzen und ihn mit ihren Handys filmen – wie romantisch!

Ein zweites Zuhause

Der gesamte Abend zeigt: die deutschen Fans sind verrückt nach Thirty Seconds to Mars – natürlich hauptsächlich nach Mr. Leto. Jeder, wirklich jeder Songtext sitzt und wird regelrecht mitgeschrien, egal von welchem der vier Alben das Lied stammt.

Nach rund 75 Minuten neigt sich das Konzert mit Closer to the Edge langsam dem Ende zu. Die Leadsingle Up in the Air der aktuellen Platte haben sich Thirty Seconds to Mars als Zugabe aufgehoben. Jared Leto holt dazu ein weiteres Mal seine Fans auf die Bühne.

Mit den Worten "Thank you for giving us a second home" richtet sich Leto an das Publikum. Nach dieser Show kann er bestimmt bei dem ein oder anderen Fan direkt einziehen.

Setlist

Birth | Night of the hunter | Search and destroy | This is war | Conquistador | Do or die | End of all Days | City of Angels | Hurricane | Alibi | The Kill | The Race | Closer to the Edge | Up in the Air 

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thirty seconds to mars you me at six

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