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Massenbegeisterung bei Traumwetter: Rock'n'Heim am Samstag. © Johannes Rehorst

Highlights gab es viele bei der Premiere von Rock'n'Heim. Aber fünf Augenblicke zeichneten sich durch besondere Intensität aus. Wir haben die Höhepunkte des Samstags zusammengestellt. Mit dabei: Der Wahnsinn der Deftones, die Magie von System Of A Down, die Sprachgewandtheit von Tenacious D, das Wetter und ganz viele fleißige Hände, die Dank verdient haben.

Der Sprung ins Ungewisse

Chino Moreno ist ein verrückter Hund, wie alle Fans der Deftones wissen. Aber was der Leadsänger der Deftones am Samstagabend brachte, war selbst für seine Verhältnisse krass. Moreno katapultierte seinen nicht leichtgewichtigen Körper ins Publikum – klassisches Stagediving. Nichts sonderlich aufregend mag man meinen. Allerdings erhob sich die Bühne weit über dem Publikum und dazwischen befand sich ein Fotograben von beträchtlicher Breite. Glücklicherweise gelang der Sprung und Moreno wurde von den sanften Händen seiner Fans aufgefangen.

Tenacious D sprechen deutsch

Tenacious D sind die Könige des schlechten Geschmacks. Das zeigt sich nicht nur in dem riesigen phallusförmigen "Phenix", der sich als Bühnenhintergrund erhebt, sondern auch in dem während der Show gezeigten Kurzfilm JB's BJ, der die durchgeknallte Geschichte erzählt, wie Jake Black seinem Bandkollegen Kyle Gass einen bläst. Der Film ist nicht neu, aber die von Tenacious D selbst gesprochene Synchro mit dem unsterblichen Satz "Das ist aber eine Menge Wichse" ist ein Highlight. Wohl dem, der einen schmerzfreien Schauspieler in seiner Band hat.

System Of A Down verzaubern das Publikum

Es war faszinierend zu erleben, wie zehntausende Zuschauer an jedem Ton der Band hängen. Gitarrist Daron Malakian muss nur den kleinen Finger heben und alle singen unaufgefordert mit. Ein angedeutetes Klatschen und alle machen mit. System Of A Down boten am Samstagabend die große Kunst der Publikumsbeschwörung. Die Stimmung auf dem riesigen Platz vor der Evolution Stage war unbeschreiblich intensiv. Band und Publikum verschmelzen zu einer Einheit.

Die fleißigen Hände im Hintergrund

Als Festivalbesucher von Rock'n'Heim ist man vornehmlich am Feiern interessiert, aber zu selten macht man sich klar, wie viele Menschen im Hintergrund daran arbeiten, dass alles reibungslos abläuft. Dazu zählen die Techniker, die für Bild und Sound verantwortlich sind. Die Stagehands, die die komplette Bühne innerhalb von ganz kurzer Zeit für eine ganz neue Band umbauen müssen. Dann die komplette Organisation im Hintergrund: Es müssen Verträge geschlossen, Künstler betreut, die Finanzen geklärt und die Pressevertreter und Fotografen eingewiesen werden. Und das ist nur ein kleiner Teil der Aufgaben, die alle vom Busfahrer bis zur Gesamtleitung erfüllen müssen. Es ist an der Zeit, auch deren Leistung zu würdigen.

Das traumhafte Wetter

Auf strahlenden Sonnenschein am Tag folgten milde Temperaturen am Abend und in der Nacht. Nicht zu heiß, nicht zu kalt, trocken - das ideale Festivalwetter. Am Sonntag kam dann der Regen, aber das ist eine andere Geschichte...

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