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Grave Digger (live in Köln, 2013) © Tom Teubner

Kälte und Schnee konnten die Metalheads nicht davon abhalten, in den Kölner Westen zu kommen, um ihre Pflicht zu tun. Trotz kleiner Abzüge in der Kür erlebten sie ein gutes Konzert – schließlich gab es Metal in voller Lautstärke.

Mitten unter der Woche in der Nähe alter Industriegebäude im Stadtteil Ehrenfeld: Hier steht die Live Music Hall, eine ehemalige Fabrikhalle und die passene Location für die "German Metal Attack". Sie beginnt früh: Es ist 19 Uhr, als Gun Barrel die Bühne betreten.

Der erste Song Brace for Impact stimmt direkt auf den Abend ein. Ohne weitere Umschweife wird danach weitergerockt. Schlagzeuger Toni spielt taktsicher wie ein Uhrwerk. Sänger Patrick, Gitarrist Rolf und Bassist Tomcat stehen ihm in nichts nach – der Vierer liefert ordentlich ab. Das Set könnte man mit den Worten "kurz und knackig“ zusammenfassen, denn nach 30 Minuten ist das Heimspiel für Gun Barrel zu Ende.

Nach einer kurzen Umbaupause geht es weiter mit der zweiten Band des Abends: Majesty. Für die nächste halbe Stunde ist "True Metal" die Devise. Parallen zu Manowar sind weder zu überhören noch zu übersehen. Die Fünf haben übrigens allen Grund zum Feiern: ihr aktuelles Album ist in den Charts auf Platz 55 eingestiegen.

Wieder nur eine kurze Wartezeit, bevor Wizard auf der Bühne stehen. Der Stil lässt sich kurz als "True Metal mit Speed-Elementen" beschreiben. Passt, gefällt und macht Spaß.

Headliner: Grave Digger

Mittlerweile ist es 21:40 Uhr. Grave Digger betreten die Bühne, natürlich mitsamt ihrem Bandmaskottchen "Reaper".  Songs von den Alben Excalibur und Tunes of War sowie die Grabesstimme von Sänger Chris Boltendahl sind an diesem Abend nicht alles, womit die Band aufwartet. Neben Medusa vom aktuellen Album Clash of the Gods gibt es eine musikalische Seltenheit zu hören: Yesterday von Heavy Metal Breakdown, dem Debütalbum der Band – eine Ballade, die Grave Digger nur sehr selten spielen. Zum Abschluss wird es nochmal laut und der Song Heavy Metal Breakdown ist eine gute, musikalische Zusammenfassung des Abends.

Der Eventtitel "German Metal Breakdown" passt hier wie die Faust aufs Auge. Diese Bands zeigten, was Heavy Metal bedeutet und wie er gut gespielt wird. Schade, dass nicht mehr Besucher den Weg in die halbvolle Live Musik Hall gefunden hatten. Abzüge gibt es für den Sound: der Bass hat zu sehr gedröhnt. Trotzdem hatte der Abend so ziemlich alles, was das Metal-Herz begehrt.

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