Im ausverkauften Magnet Club überzeugten Mother Tongue mit einem energiegeladenen Sound, ausgefeilten Grooves, quirlig-kreischenden und schmutzigen Gitarren, teils melodisch gerappten und teils geschrienen Vocals, und einem immerzu vorwärtstreibenden Beat, der die Zuschauer mit großer Wucht mitriss. Was deren Stimmungsbarometer anbetraf, da konnten sich die Bandmitglieder – Sänger und Bassist David Gould, Gitarrist Christian Leibfried und Bryan Tulao sowie Schlagzeuger Sasha Popovic – sowieso ganz auf ihre treue Fangemeinde verlassen.
Die Fans hüpfen den gesamten Gig über begeistert auf und ab, singen einzelne Songtexte mit und jubeln der Band enthusiastisch zu. Auch optisch geben Band und Zuschauer ein homogenes Bild ab: Einige der Zuschauer im Publikum scheinen die Klamottenmode des Sängers kopieren zu wollen, indem sie der Musik mit Hut und Sakko lauschen.
Mother Tongue schienen im Verlauf des Konzerts und aufgrund des großen Zuspruchs dann auch immer besser gelaunt und motivierter zu werden. Sie gingen immer mehr auf ihr Publikum ein und bauten in ihr Set auch immer mehr Soloeinlagen oder Jams ein.
Schließlich schlossen Mother Tongue ihr Set mit einer fast einstündigen Zugabe ab. Das zwanzigste Bandjubiläum feiert man schließlich nicht jeden Tag!

