Im Januar erschien ihr Debütalbum "Gorilla Manor", nun sind die aus Silver Lake stammenden und als US-Geheimtipp gepriesenen Local Natives mit ihrem Folkpop auf Tour. Am vergangenen Dienstag spielte die Band im Bang Bang Club in Berlin.

Dort begeisterten die Local Natives ihre Fans vor allem mit sanft-süßen Melodien, deren grooviger Gesamtsound an Bands wie Vampire Weekend, Arcade Fire und die Fleet Foxes erinnerte und auf den Hörer gleichermaßen melancholisch, fröhlich und frenetisch jugendlich wirkte. Vor allem der dreistimmige Gesang erzeugte hierbei die nötige stimmige und wärmende Atmosphäre. Nicht zuletzt sorgte auch der oftmals eingesetzte "Aaaah"-Gesang sowie der gelegentliche Einsatz von Ukulelen für eine wohlige Gesamtstimmung.

Zu echten Höhepunkten avancierten vor allem die Songs Sun Hands und Wide Eyes. Aber auch ein Cover von den Talking Heads konnte die Zuschauer überzeugen und riss diese mit. Besonders auf einen Zuschauer, der vor der Bühne mit vollem Einsatz herumtanzte, traf dies zu. Prompt zeichnete die Band ihn daraufhin mit einem dicken Lob aus. Und angesichts der eiskalten äußeren Temperaturen tat dieser eigentlich auch nur das Richtige. Tanzen, um sich aufzuwärmen. Wie konnte das besser als mit wärmenden, groovigen Folkpop geschehen?

Ein Geheimtipp werden die Local Natives jedenfalls wohl nicht mehr lange bleiben.