Dass Noah And The Whale sich an diesem Umstand erfreuten, das spürte man an diesem Abend zur jeder Zeit. So präsentierte die Band, die sich Ende 2006 ursprünglich als Quintett gründete, aber seit dem Ausstieg der Freundin des Sängers Charlie Fink nur noch aus ihm, dem Bassisten und Xylophonisten Urby Whale, dem Schlagzeuger Doug Fink und dem Violinisten Tom Hobden besteht, dem Publikum einen wunderbaren Mix aus mal etwas lauteren, mal etwas ruhigeren, aber immer melodiösen, tragend-leisen und unbekümmert vorgetragenen Folkrock. Vor allem die häufig eingefügten Violin- und Klavierparts verschafften der Musik und den einzelnen Songs ihren Flair. Die in verschiedenen Farben erleuchtete Bühne tat ihr übriges dazu, eine wohlige, warme Atmosphäre zu erzeugen. Die jungen Musiker wirken sehr sympathisch und Violinist Tom Hobden konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, wenn er desöfteren, aber manchmal etwas scheu, ins Publikum blickte.
Musikalisch boten Noah And The Whale eine bunte Mischung aus den Songs ihres Debütalbums Peaceful, The World Lays Me Down und ihres am 18. September erschienen Zweitwerks The First Days Of Springs. Angefangen mit Give A Little Love über Shape Of My Heart, hatte die Setlist auch Songs wie Rocks And Daggers, Two Bodies One Heart oder das harmonisch antreibende Love Of An Orchestra zu bieten. Natürlich ebenfalls im Set enthalten: Das gefeierte, ohrwurmlastige und zum Klatschen und Mitsummen animierende Five Years Time sowie der Titelsong ihres aktuellen Albums.
Zum letztgenannten gibt es übrigens noch etwas ganz besonders zu berichten. Denn The First Days Of Springs, so heißt auch der Titel eines Films, den die vier Mitglieder von Noah And The Whale kürzlich drehten und der bald veröfentlicht wird. Wenn das mal nicht spannend wird! Erste Teaser gibt es schon auf ihrer Homepage, und vielleicht wird dieser kleiner Film ja schon zu sehen sein, wenn Noah And The Whale als Support von Phoenix (Tour-Preview) am 21. November erneut Berlin besuchen.


