Van Morrison (Pressebild, 2015)

Van Morrison (Pressebild, 2015) © Sony Music

Van Morrison heißt jetzt Sir Van Morrison. Der Titel ist aber weitaus weniger entscheidend als die Tatsache, dass der legendäre Sänger im August für zwei Open-Air-Konzerte nach Deutschland kommt.

Van Morrison hat nicht nur einige der besten Alben der Popgeschichte aufgenommen, er ist auch ein großartiger Live-Performer. Seine Stimme verfügt sicherlich nicht mehr über jugendliche Geschmeidigkeit, aber einen tollen Konzertabend kann er jederzeit bereiten.

Streitlustig

Es gibt sicherlich wenige Dinge, die Van Morrison mehr hasst, als das Musikbusiness. Nachdem er jahrelang im Streit mit seiner Plattenfirma lag, hat er mit neuem Label erst kürzlich begonnen, seinen lange nur antiquarisch erhältlichen Backkatalog nach und nach wieder zu veröffentlichen. 

Außerdem erschien eine Box mit Aufnahmen, die das legendäre Live-Album "It's Too Late To Stop Now" ergänzen. In Van Morrisons Archiven befinden sich aber fraglos noch zahlreiche Mitschnitte und Studioaufnahmen, die der Veröffentlichung harren. Man darf mit Sicherheit sagen, dass kaum ein legendärer Musiker der 1960er so wenig Archivmaterial veröffentlich hat wie er. 

Erwarten sie keine Streicheleinheiten

Seine Konzerte erinnern an die einer anderen 60er-Legende, nämlich Bob Dylan. Ansprachen an das Publikum oder Formen der Interaktion jenseits der reinen Performance gibt es keine, stattdessen eine Auswahl der Songs, die der Nordire gerne spielen möchte. Man sollte ihn lassen.

Im Sommer tritt Van Morrison zweimal in Deutschland auf, nämlich auf dem Roncalliplatz in Köln, wo Konzerte um 22 Uhr beendet sein müssen und in Schwetzingen bei Musik im Park. Am Tag zuvor steht dort übrigens Joan Baez auf der Bühne, eine weitere Ikone der 60er.

Van Morrison live 2018

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