SOMMERSZENE goes Kunstverein. Die Performance missed tones (in the corridor) inszeniert Kommunikation als etwas, das sich ständig an der Schwelle zur Verständlichkeit bewegt. Unterbrechung erscheint dabei nicht als Scheitern, sondern als Form. Im Stocken, im Stottern und in der verteilten Melodie, die nur zwischen zwei Stimmen existiert, entdeckt Deva Schubert eine Choreographie der Beziehungen – eine, in der Verbindung fragil und überraschend ist. Ihre Arbeit ist als Partitur für Stimme und Körper zweier Performer*innen in der Ringgalerie des Salzburger Kunstvereins konzipiert: eine architekturspezifische Choreographie entlang des Korridors, bei der das Publikum nicht sitzt, sondern folgt. Die Performance beginnt mit einem Klang irgendwo weiter vorne, um eine Ecke, leicht außerhalb des Blickfelds. Die Besucher*innen orientieren sich entlang einer Klangspur. Wie lässt sich Unlesbarkeit durch Stimme erzeugen? Das vokale Material oszilliert zwischen dem Technischen und dem Animalischen, dem Mechanischen und dem Anders weltlichen – Klicklaute, Atemzüge, glottale Unterbrechungen, tonale Fragmente, Pulse, die an fehlerhafte Systeme oder nicht-menschliche Rufe erinnern. In englischer Sprache After Show mit DJ Rova: 12. Juni 22:00
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