Ob Konzerte, Filme oder Workshops: Ab dem 9. Mai finden im Rahmen des Festivals zahlreiche Events rund um die queere Kultur statt. Die Eröffnung beginnt mit einem Empfang im Kulturzentrum Karlstorbahnhof.
Fünf Jahre Regenbogen
Manuel Rosas Vázquez, der Managing Director des Rainbow Cities Networks, zu dem Heidelberg seit fünf Jahren offiziell gehört, wird anlässlich dieses Jubiläums eine Rede halten. Außerdem veranstalten Künstler*innen aus verschiedenen Rainbow Cities eine Voguing-Performance.
Comedienne und Drag Queen Pam Pengco moderiert den Abend, der von Harrison McClary musikalisch begleitet wird. Um den Start des dreiwöchigen Festivals zu feiern, gibt es anschließend eine große Eröffnungsparty mit dem Berliner Duo Surf 2 Glory.
Ein buntes Programm
Mit der Eröffnung kommt auch eine Vernissage in die Zentrale des Karlstorbahnhofs: Die Fotografin und Filmemacherin Sophia Emmerich und ihre Kollegin Lisa-Sophie Kempke zeigen ihre Ausstellung "The Queer Community Project".
Eines der ersten Events bei der diesjährigen Ausgabe sind die von Queer Youth organisierte Kleidertauschparty am 11. Mai sowie eine Poetry Slam-Veranstaltung am 13. Mai. Zudem finden Workshops zu Voguing (10. Mai) und Performance (18. Mai) statt.
Mit der Gay Bar (16. Mai) tritt ein neues Format ins Festival ein. Sie bietet GBTQ-Männern, sich einen entspannten, aber tanzbaren Abend zu machen.
Der portugiesische Eurovision Songcontest-Gewinner Salvador Sobral performt am 16. Mai, bevor am nächsten Tag im Karlstorbahnhof ein Public Viewing des diesjährigen ESC ansteht. Musikalische Highlights in diesem Jahr sind M¥SS KETA (20. Mai), Ebow (22. Mai) und NESS (23. Mai).
Ein Zeichen für Offenheit und Toleranz
Der 17. Mai spielt eine zentrale Rolle beim Festival: Es ist der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Ace, Lesben, Trans* und Inter*feindlichkeit.
Auch Martin J.V. Müller und Dominic Hauser, die Gründer des Queer Festivals Heidelberg, betonen:
"Von Freiheit und der Offenheit für Vielfalt profitieren alle Menschen einer Gesellschaft. Das wird beim Queer Festival gefeiert. Dass wir dabei ein immer weiterwachsendes Netzwerk, all unsere Festivalbesucher*innen und die Stadt Heidelberg an unserer Seite haben, ist fantastisch. Denn wir sehen gerade in den USA aber auch in vielen anderen Ländern, was passiert, wenn wir diese Überzeugung nicht alle gemeinsam mit Leben füllen."
Ein Sonderprogramm anlässlich der "Fünf Jahre Rainbow City Heidelberg" startete bereits am 28. April mit dem Science Slam einer Forschungsgruppe zu Gender und Queer Studies der Universität Heidelberg.
Großes Kino
Die Reihe Queer Cinema im Karlstorkino projeziert zahlreiche Filme, darunter "Blindgänger" (12. Mai), "Life Is Not A Competition, But I’m Winning" (17. Mai), "Queer" (23. Mai) sowie "Drama Queens" (27. Mai).
Am 15. Mai findet außerdem eine Sondervorstellung des marokkanischen Thrillers "Cabo Negro" in Kooperation mit dem Internationalen-Filmfestival Heidelberg Mannheim statt.
Mit einer Lesung unter dem Titel "Nicht die Ersten – Bewegungsgeschichten von Queers of Color in Deutschland" behandeln Jasmin Eding, Newrotz Çelik und Tarek Shukrallah am 19. Mai ein selten diskutiertes Thema der queeren Geschichte in Deutschland.
Abgerundet wird das vielfältige Programm am 28. Mai mit einer Closing Party des Festivals. Welcher Act für die Musik zuständig ist, verraten die Veranstalter des Festivals, Queer Play e.V. und das Kulturzentrum Karlstorbahnhof, noch nicht.

