Stattfinden wird die BUGA 2023 auf dem ehemaligen Kasernengelände Spinelli, das mehr als 100 Hektar an Fläche bietet und auf dem von April bis Oktober 2023 mit mehr als 2 Millionen Besuchern gerechnet wird.
Der grundsätzliche Ansatz der diesjährigen Bundesgartenschau ist es, auf regionale Künstler zu setzten, die in den Entwicklungsprozess der Bundesgartenschau Mannheim eingebunden werden sollen.
Die grundlegenden Ziele
Der Fokus soll dabei auf Kunstschaffenden liegen, die „am Leben Anteil nehmen und für einen urbanen Nachhaltigkeitsbegriff stehen“, so Projektleiter Fabian Burstein, der zuvor bereits das Jugend- und Kulturzentrums FORUM leitete sowie für das Ludwigshafener Kultürbüro tätig war.
Die Themen der diesjährigen BUGA sind Klima, Umwelt, Energie und Nahrungssicherung. Im Zuge dessen sollen hauptsächlich Künstler eingeladen werden, die sich mit jenen Themen befassen bzw. sich in diesen Bereichen engagieren.
Ziel ist eine interaktive Herangehensweise sowie das gemeinsame Verhandeln über die Inhalte. Der Name des Kultur- und Veranstaltungsprogramms bringt diesen Prozess auf den Punkt – BUGA 23: LEBENSKUNST.
Die Kooperationsprojekte
Auch die ersten drei Kooperationsprojekte der BUGA 23 stehen bereits fest. Zum einem wird das Nationaltheater Mannheim mit dem interaktiven Schauspiel „Pigs in Europe“ auftreten.
Das Theaterprojekt, bei dem es sich um eine Koproduktion zwischen dem Nationaltheater Mannheim und der BUGA handelt, greift „zentrale Themen der BUGA 23 – etwa die Nahrungsmittel, die wir zu uns nehmen – künstlerisch“ auf, so Christian Holtzhauer, Schauspielintendant des Nationaltheaters Mannheim.
Zum anderen wird der Performance-Künstler Wolfgang Sautermeister mit seinem inklusiven Format „Plötzlich diese Schönheit“ bei der Bundesgartenschau zu Gast sein. Den Grundansatz des Formats bilden Rundgänge über das Gelände, die von Menschen mit Behinderungen sowie einem Künstlerkollektiv angeboten werden.
Auch die Initiative „Our Voice Our Planet“, die in Kooperation mit Tristan Meister, Gründer des Kammerchors Vox Quadrata und Leiter des Beethovenchors Ludwigshafen, entstanden ist, wird bei der BUGA 23 vorgestellt.
Weitere Veranstaltungen
Im Laufe der Bundesgartenschau sollen überdies noch hunderte weitere Veranstaltungen stattfinden.
Während bei den drei Großevents - also der Eröffnung, dem Bergfest sowie der Abschlussveranstaltung - Headliner auf dem Programm stehen, wird mit den sogenannten „Signature Abenden“ die Philosophie des Kulturkonzepts der BUGA 23 deutlich, so Burstein:
„Wir verstehen uns nicht als Einkäufer von Kultur-Events, sondern als inhaltlich engagierte Ko-Produzenten, die mit den Kulturinstitutionen, Netzwerken, Projekten und Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Zugangskriterium ist vor allem der Wille zum kooperativen Erarbeiten – ein Sinnbild für die BUGA als Integrationsfaktor.“
Auch Vereine und Initiativen aus Kultur und Soziokultur, deren Programm mit den Themen der BUGA übereinstimmt, werden wichtiger Bestandteil des Veranstaltungsprogramm sein. In Zusammenarbeit mit freien Trägern entstehen darüber hinaus Formate im Nachwuchsbereich mit Schnittmengen zu den Bereichen Sport, Gesundheit und Inklusion.
Auf diese Art und Weise möchte man dem eigenen Anspruch, „Kultur in all ihren Facetten in diese Gartenschau zu integrieren und aufblühen zu lassen“, gerecht werden, so Michael Schnellbach, Geschäftsführer der Bundesgartenschau-Gesellschaft Mannheim 2023 gGmbH.

