Roskilde Festival (2020)

Roskilde Festival (2020) © Peter Troest

Das Roskilde Festival fällt dem Großveranstaltungsverbot der dänischen Regierung zum Opfer und wird auf nächstes Jahr verschoben. Bei der nun 2022 stattfindenden Veranstaltung wird es sich um die 50. Ausgabe des Festivals handeln.

Nachdem die dänische Regierung bekannt gegeben hat, dass bis 1. August nicht mehr als 2000 Zuschauer an Veranstaltungen teilnehmen dürfen, haben sich die Veranstalter des Roskilde Festivals dazu entschlossen, die diesjährige Veranstaltung abzusagen und auf 2022 zu verschieben.

Das Festival bittet alle Ticketinhaber darum, ihre Tickets auf 2022 zu übertragen, um das Festival in der derzeitigen Krisen-Situation zu unterstützen. Eine Rückerstattung ist allerdings ebenfalls möglich.

Finanzielle Hilfe

Signe Lopdrup, Roskilde Festivals CEO, ist schwer enttäuscht darüber, dass das Festival, das mit bis zu 130.000 alljährlichen Teilnehmern zu den größten Europas zählt, 2021 nicht wie geplant stattfinden kann:

"Leider kommt die Absage nicht überraschend. Aber es ist eine sehr traurige Situation, und wir sind am Boden zerstört über die Tatsache, dass wir uns nicht wieder bei unserem Festival treffen und dazu beitragen können, die Gemeinschaften wieder aufzubauen, die die Corona-Krise für so viele zerstört hat. Das wird gerade jetzt gebraucht.“

Auch aus finanzieller Sicht, wäre eine Durchführung des diesjährigen Festivals wichtig gewesen, da das Festival bereits 2020 nicht stattfinden konnte. Gerade deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, das dem Festival in diesem Sommer ein Ausgleich für ihre Verluste garantiert wurde.

Aufgrund des gemeinnützigen Geschäftsmodell des Roskilde Festivals, bei dem alle Gewinne für wohltätige Zwecke zugunsten von Kindern und Jugendlichen gespendet werden, ist die zugesicherte Hilfe eine große Erleichterung, so CEO Lopdrup.

Neue Wege

Trotz alledem bedeuteten die zwei aufeinanderfolgenden Saisons mit Absagen einen herben Einschnitt für das Festival und seine 30.000 freiwilligen Helfer und Helferinnen.

Daher wird sich die Festivalleitung nun darauf kozentrieren, andere Arten von kulturellen Veranstaltungen zu schaffen, damit die Organisation auch weiterhin ihrem Zweck gerecht werden kann, die Möglichkeiten von Kindern und Jugendlichen zu unterstützen.

Auch das Schaffen von Raum für Kunst, Freiwilligenarbeit und neuen Gemeinschaften ist laut Lopdrup, vor allem während der anhaltenden Krisen-Situation, wichtiger denn je.

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