Ein Konzert auf der Rathausbühne bei der Kieler Woche 2019

Ein Konzert auf der Rathausbühne bei der Kieler Woche 2019 © Lh Kiel / Marten Robert Witzel

Veranstalter wie Teilnehmer glauben trotz Corona an eine Umsetzung der Kieler Woche im Jahr 2021. Deswegen werden sowohl Segelregatta als auch Festival in den September verlegt. Das Konzept soll im April näher vorgestellt werden.

Umsonst, draußen und für alle – nach diesem Leitsatz will sich die Kieler Woche auch in diesem Jahr wieder präsentieren.

Um den aufgeführten Kriterien gerecht werden zu können, findet sie erneut nicht Ende Juni statt, sondern wird auf den Zeitraum vom 4. bis 12. September 2021 verschoben.

Einzig richtige Entscheidung 

In diesem Jahr will Kiels einzigartiges Segel- und Sommerfestival noch mehr schaffen als 2020: mehr Begegnungen und mehr Spontaneität, mehr Leichtigkeit und mehr Events.

Für Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer ist die Verlegung mit Blick auf die aktuelle Corona-Situation die folgerichtige Entscheidung: "Mit dem Ausbau der Teststrategie und dem Fortschritt bei den Impfungen werden wir im September hoffentlich in einer Situation sein, in der eine Kieler Woche näher am 'Original' möglich sein wird."

Noch nicht in trockenen Tüchern

Eine Absage ist aufgrund der unsicheren Lage nicht ausgeschlossen, doch zeigen sich die Veranstalter optimistisch – ebenso wie die teilnehmenden Seglerinnen und Segler, die bereits am liebsten im Juni an den Start gegangen wären.

Doch gehören Festival und Segelwoche einfach untrennbar zusammen, so betont Carsten Krage, Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs. Deswegen war die Verlegung der gesamten Veranstaltung auf September die beste Option.

Teilnehmer noch offen 

Leider ist derzeit noch nicht sicher, ob alle Klassen, die für Juni ausgeschrieben waren, auch mit in den September umziehen können. Ein angepasstes Klassenkonzept soll bis Mitte April ausgefertigt sein.

Die Marine wird als langjährige Kieler-Woche-Partnerin aber auf jeden Fall wieder mit an Bord sein.

Weitere 1,5 Millionen Euro für regionale Wirtschaft

Um zahlreiche regionale Partner zu unterstützen, hatte der Hauptausschuss der Landeshauptstadt Kiel bereits im Februar beschlossen, auf Miteinnahmen zu verzichten und lediglich Infrastrukturkosten abzurechnen. Für dieses Vorhaben sind zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von bis zu 1,5 Millionen Euro bewilligt worden.

Auch soll eine Umstrukturierung der Vergabesysteme der Kieler Woche vorgenommen werden, um mehr Transparenz zu gewährleisten und den Kostendruck bei Flächen und Ständen zu senken.

Das Konzept der Kieler Woche 2021 soll bald in einer der kommenden Sitzungen der Kieler Ratsversammlung abgesegnet werden.

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