Seit 2007 vergeben ZKM und SWR Experimentalstudio den Giga-Hertz-Preis für elektronische Musik. Auch 2020 werden die PreisträgerInnen im Rahmen eines zweitägigen Festivals geehrt, das diesmal aber online stattfindet.

Dieses Jahr ist alles ein bisschen anders. Das Giga-Hertz Festival am 28. und 29. November, auf dem Werke der Preisträger präsentiert werden, findet aber statt, und zwar in Form eines Livestreams, der auf der Website des ZKM Karlsruhe verfolgt werden kann.

Lebenswerk

In diesem Jahr werden vor allem immersive, audiovisuelle Werke geehrt. Nach der Preisverleihung am Abend des 28. November werden die Werke der ausgezeichneten Kompositionen dann aufgeführt.

Den mit 10.000 Euro dotierten Giga-Hertz-Hauptpreis 2020 erhält Alvin Lucier für sein Lebenswerk. Die Kompositionen des US-amerikanischen Künstlers beeinflussen seit Mitte der 1960er-Jahre nachhaltig die neue, experimentelle Musik und die Klangkunst.

Multimediakunst

In seinen Werken wendet er sich dem Klang als Phänomen mit unvoreingenommener Neugier zu und verschmilzt die akustischen Profile von Instrumenten, menschlicher Stimme und Gegenständen miteinander.

Produktionspreise in Höhe von 5000 Euro erhalten Chris Cheung alias h0nh1m für seine audiovisuelle Performance "RadianceScape" und Mark Pilkington für seine Komposition "Hidden Forest".

Honorable Mentions erhalten das Künstlerinnenduo Annie Rüfenacht und Sandra Schmid für die audiovisuelle Performance "Kataklasit" und Siamak Anvari für sein 24-kanaliges Fixed-Media-Stück "Hafthasht".

Giga-Hertz-Preis 2020

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