Feine Sahne Fischfilet (live auf dem Highfield Festival, 2019)

Feine Sahne Fischfilet (live auf dem Highfield Festival, 2019) © Christian Grube

Nachdem die sich Punkband Feine Sahne Fischfilet nach einem Konzert in der Zitadelle in Berlin-Spandau mit schweren Vorwürfen konfrontiert sah, erwirkte die Band eine Unterlassungserklärung von dem Bezirksamt Spandau und der Berliner CDU-Fraktion.

Nach einem Konzert der Band Feine Sahne Fischfilet in Berlin Spandau wurde den Polit-Punkern unter anderm vorgeworfen auf der Bühne bengalische Feuer und Rauchwerfer verwendet sowie Bier in Glasflaschen an die Besucher verteilt zu haben.

Darauf folgte eine große Anfrage der AfD in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau, die den Spandauer Kultur-Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU) dazu verleitete, für die Band ein  Konzertverbot in der Zitadelle Spandau auszusprechen. 

Das Statement der Band

Die Band erklärt zu dem gesamten Vorgang: "Es war ein großes, friedliches, harmonisches Fest, dem noch am Abend nach dem Auftritt vom Leiter der lokalen Sicherheitskräfte bescheinigt wurde, dass es eines der Konzerte mit den wenigsten Sanitätseinsätzen und sonstigen Vorfällen des diesjährigen Citadell Musicfestivals gewesen wäre.

Umso erstaunter war die Band, als sie fünf Wochen nach dem Konzert auf einmal aus der Presse erfuhr, dass die lokale CDU und das Bezirksamt Spandau, getrieben durch eine AfD-Anfrage in der Bezirksverordnetenversammlung Spandau, falsche und irreführende Meldungen verbreiteten, die diese friedliche und reibungslos durchgeführte Konzertveranstaltung in einem völlig anderen Licht erscheinen ließ, als es den Tatsachen entsprach und zehntausend Anwesende sie erlebt haben."

Politisch motiviert

Die AfD, die den Fall ins Rollen brachte, hatte bereits im Vorfeld versucht, das Konzert von Feine Sahne Fischfilet zu verhindern und zu diesem Zweck einen Antrag beim Bezirksamt gestellt. Das war auch nicht der erste Versuch rechter Gruppierungen gegen die Band mobil zu machen.

Nach Protesten zog Hanke dann seine Aussage wieder zurück, blieb aber bei einem Verbot für den Veranstalter, den Festsaal Kreuzberg. Gegen seine Behauptung und ein Statement der CDU-Fraktion wehrte sich die Band durch eine Unterlassungsklage.

Unterlassungserklärungen abgegeben

Feine Sahne Fischfilet haben daher Unterlassungserklärungen vom Spandauer Bezirksamts erwirkt, das daher richtigstellen muss, dass der Vorwurf der "Ausgabe von Alkohol in Glasflaschen an der Bühne" nicht zutrifft. Feine Sahne Fischfilet erklären dazu, das Bier sei in Plastikflaschen verteilt worden, wie es stets bei ihren Konzerten üblich sei.

Außerdem hat die Berliner CDU-Fraktion ebenfalls eine Unterlassungserklärung abgegeben, die ebenfalls die Mär von den ins Publikum geworfenen Glasflaschen verbreitete und darüber hinaus behauptete, die Band habe durch das Abbrennen von Pyrotechnik gegen Sicherheitsauflagen verstoßen.

Das Bezirksamt Spandau hat inzwischen ihre ursprüngliche Pressemitteillung korrigiert, die deutlich macht, dass von den ursprünglichen Vorwürfen nicht mehr viel übrig geblieben ist. Feine Sahne Fischfilet feiern währenddessen ihren Sieg bei Facebook:

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