Wunder der Prärie (Festivalplakat, 2019)

Wunder der Prärie (Festivalplakat, 2019) © zeitraumexit

Das Mannheimer Künstlerhaus "zeitraumexit" hat sich in diesem Jahr einen besonderen roten Faden für "Wunder der Prärie" ausgedacht. Das Kunstfestivals blickt auf das Auto als Erfindung zurück und stellt Alternativen für die Zukunft vor.

"Genieße jede Autofahrt als könnte sie die letzte sein!" So lautet das diesjährige zum Umdenken anregende Motto des Internationalen Festivals für Performancekunst und Vernetzung "Wunder der Prärie". Alle Vorträge, Ausstellungen und Auftritte drehen sich dieses Jahr um dieses aktuell sehr stark diskutierten Themas.

Ein Festival mit Karacho

Wenn es um Autos geht, sind laute Motoren nicht weit. Genau auf diese Weise wird das Festival am 19.09 im zeitraumexitauch ab 19 Uhr auch eröffnet. Dazu gibt es kulinarische Leckerbissen in der Form eines Imbisswagens. Dabei machen sie alle mit: vom Biker, Pilot, SUV-Fahrer bis hin zum Bobby-Car.

Genauso so knallend geht es im Anschluss direkt weiter. Der Künstler Martin Kaltwasser zeigt sein mit Folke Köbberling entworfenes Modell eines nachgebuten Frontalzusammenstoßes zweier SUVs aus Fundhölzern mit dem Namen "Crushed Cayenne". Ein beeindruckendes Symbol für einen Straßen-Hedonismus, das vom 19. bis zum 28. September im zeitraumexit zu sehen ist..

100 Jahre Auto – ein Rückblick

Das Innere eines Autos erkundet man am besten, indem man es auseinander nimmt. An vier Abenden vom 20. bis zum 27. September 2019 wird jeweils ab 19 Uhr mit verschiedenen Experten über Kultur, Ökonomie und Politik des automobilen Zeitalters im zeitraumexit und der Alten Feuerwache diskutiert.

Doch auch das Gegenteil des Autos wird thematisiert. Die "No-Motor-Parade" am 21. September um 16 Uhr feiert die Stadt ohne Auto in der beliebsten Auto-Poser-Straße, der Fressgasse. Dem Ganzen fügt sich im Quartiersplatz Jungbusch der Workshop "Cars Into Bicycles" von Martin Kaltwasser bei, bei dem Autos zu Fahrrädern umgebaut bei. 

Programm mit Zukunftsvision

Zurück in die Zukunft geht es mit der mobilen Performance von "Robotaxi. Der Geist in der Maschine" und die Frage, wie sich vollautonomes Fahren in der Zukunft entwickeln wird.

Der in Detroit lebende Künstler Chido Johnson zeigt am 19. und 20. September 2019 im zeitraumexit seine gefertigten Drahtautos, die er aus seiner Kindheit in Afrika kennt.

Wer denkt, die Autoindustrie sei ein reiner Männerzirkus, der wird vom 26. bis. 28. September in der "Screwing Bitches Werkstatt" im zeitraumexit eines Besseren belehrt.

Es geht auch ohne Auto 

Wem Autos so ziemlich egal sind, kann sich auf die Tänzer*innen von "Forever Apocalyptic" im Parkhaus N2 am 19. September freuen, die Weltverschwörungen ab 19 Uhr tänzerisch interpretieren werden. "Autonomie" thematisiert am 26. und 28. September um 21 Uhr über das Begehren nach Unabhängigkeit in der heutigen Zeit und dessen Folgen.

Daneben wird es verschiedene Workshops, Partys oder auch Schulungen rund um das Thema Auto bzw. bloß.kein.Auto geben, z. B. die Konzertperformance "E-Sound of Silence" von Tanja Krone & Muath Isaied in der Alten Feuerwache am 27. September um 20:30 Uhr.

Wunder der Prärie 2019

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