Eine Szene aus Bohemiah Rhapsody mit Gwilym Lee (Brian May), Rami Malek (Freddie Mercury), und Joe Mazzello (John Deacon).

Eine Szene aus Bohemiah Rhapsody mit Gwilym Lee (Brian May), Rami Malek (Freddie Mercury), und Joe Mazzello (John Deacon). © Alex Bailey

Die Queen-Filmbiographie "Bohemian Rhapsody" hat mittlerweile weltweit fast 386 Millionen US-Dollar eingespielt und löst somit "Straight Outta Compton" (2015) als erfolgreichsten Kinofilm im Genre der Musiker- oder Bandbiographien ab.

Die Vorfreude auf "Bohemian Rhapsody" war bei zahlreichen Fans von der Bekanntmachung des Projekts groß. Der im Mai veröffentlichte Trailer setzte sich sofort an die Spitze der Trend-Videos bei Youtube.

Nach der Veröffentlichung des Films im Oktober erwies sich "Bohemian Rhapsody" als Riesenerfolg beim Publikum, während die Reaktionen der Kritiker gemischt ausfielen.

Kritische Stimmen

Aber auch die meisten Kritiker waren sich einig, dass "Bohemian Rhapsody" solide Unterhaltung bietet. Zudem überzeugen die schauspielerischen Leistungen, insbesondere die von Rami Malek, der den legendären Frontmann Freddie Mercury verkörpert.

Doch die komplexe Bandgeschichte ist nach Meinung vieler zu sehr auf Hollywood getrimmt und wird vor allem der vielschichtigen Persönlichkeit des Queen-Frontmannes nicht immer gerecht. So haben auch wir den Film empfunden.

Weltweiter Erfolg

Das Publikum zeigt sich weit weniger kritisch und strömt in Scharen in die Kinos: Bisher war "Straight Outta Compton" mit etwa 200 Millionen Dollar Umsatz weltweit die erfolgreichste Musiker/Band-Filmbiographie. Nun hat "Bohemian Rhapsody" die N.W.A.-Hommage überholt: der Queen-Film hat weltweit fast 386 Millionen Dollar eingespielt.

Bemerkenswert ist dabei die weltweite Verteilung der Zuschauerzahlen: Von Japan und Südkorea über Australien, Frankreich und Spanien bis nach Mexiko und Südamerika ist der Film populär – darin spiegelt sich der globale Einfluss von Queen über einen langen Zeitraum wieder. N.W.A. sind trotz ihres großen Einflusses auf den Hip-Hop hingegen eher ein US-Phänomen.

Eine Flut an Musik-Biopics?

Man darf gespannt sein, wie Hollywood auf den Erfolg von "Bohemian Rhapsody" reagiert. Normalerweise sind der Wechsel der Hauptdarsteller und des Regisseurs sichere Anzeichen für ein Desaster – nicht aber in diesem Fall.

Es stellt sich daher die Frage, ob in den nächsten Jahren weitere Filme entstehen könnten, die das Leben von Musikern oder Bands darstellen. Besonders attraktiv sind natürlich Acts mit einer weltweiten Fangemeinde, denn die Umsätze der Blockbuster werden längst nicht mehr hauptsächlich in den USA gemacht. 

Wer kommt in Frage?

Dazu zählen beispielsweise die Beatles, die Rolling Stones, Led Zeppelin und David Bowie, aber auch ABBA, Guns 'N Roses, Prince, Metallica und U2.

Allerdings kann man bei solchen Filme auch viel falschmachen. Wenn man die treue Fangemeinde dieser Acts verärgert, kann der Schuss auch ganz schnell nach hinten losgehen.

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