Die Clubstudie von EventKultur Rhein-Neckar konstatiert einen Mangel an Musikclubs.

Die Clubstudie von EventKultur Rhein-Neckar konstatiert einen Mangel an Musikclubs. © Alexander Schäfer

Um dem Clubsterben der letzten Jahre entgegenzuwirken, hat die EventKultur Rhein-Neckar die "Freizeitstudie MRN 2018" durchgeführt. Sie zeigt die Wichtigkeit von Musikclubs und gleichzeitig die Unzufriedenheit mit dem mangelhaften Angebot.

Mit der Freizeitstudie MRN 2018, die die EventKultur Rhein Neckar gemeinsam mit Studierenden der Dualen Hochschule Mannheim und der Popakademie Baden-Württemberg erstellt hat, sollen potenzielle Förderer für die Veranstaltungswirtschaft in der Rhein-Neckar-Region sensibilisiert werden.

Musik-Clubs: Wichtiger Standortfaktor

Dazu wurden 389 Bewohner der Rhein-Neckar-Region in persönlichen Interviews zu ihrer Zufriedenheit mit den Freizeitangeboten der Region befragt. In erster Linie stellt sich heraus, dass das Nachtleben an sich und insbesondere das Besuchen von Musikclubs einen großen und wichtigen Teil der Freizeitgestaltung der Befragten ausmacht.

Das trifft vor allem auf die 20-29-jährigen zu, die bei Wohnortwechseln aufgrund von Studium und Beruf meistens die Qualität der Freizeitangebote und des Nachtlebens in ihre Entscheidung für einen Wohnort miteinbeziehen.

Mangelndes Angebot

Gleichzeitig sind 21% der Befragten unzufrieden mit dem Nachtleben in der Metropolregion Rhein-Neckar. Sowohl regelmäßige Musikclub-Besucher als auch diejenigen, die nur gelegentlich feiern gehen, wünschen sich sowohl mehr Auswahl an Clubs als auch ein vielfältigere Angebote.

Diese Faktoren sind neben unbeeinflussbaren Lebensumständen auch die Hauptgründe für potentielle Konzertbesucher, nicht mehr am Nachtleben teilzuhaben. 

Konsequenz: Jetzt handeln

Die EventKultur Rhein-Neckar sieht mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der Studie, die Einführung eines Clubförderkonzepts als besonders dringlich an. Ein erster Schritt wurde mit der Ernennung des Nachtbürgermeisters in Mannheim schon getan, der zwischen der Clubszene und den Behörden vermittelt.

Des Weiteren sollen Veranstalter finanziell und durch die Beseitigung bürokratischer und veranstaltungsrechtlicher Barrieren gefördert werden, sodass die kritische Wirtschaftslage für 25% der bestehenden Clubs eingedämmt werden kann.

Ein Mehr an Musikclubs

Um ein vielfältigeres Angebot für das Nachtleben der Rhein-Neckar-Region zu schaffen, gibt es noch viel zu tun. Die Freizeitstudie MRN 2018 schafft immerhin ein Bewusstsein für die regionalen Defizite.

EventKultur Rhein-Neckar zieht daher folgende Schlussfolgerung: "Die Metropolregion Rhein­Neckar braucht ein Mehr an Musikclubs, ein Mehr an Pop­ und Subkultur, ein Mehr an Möglichkeiten für ein vielfältiges Nachtleben."

Alles zum Thema:

eventkultur rhein-neckar

Das könnte Sie auch interessieren