Nationaltheater Mannheim (Außenansicht)

Nationaltheater Mannheim (Außenansicht) © Christian Kleiner

Für eine dringende Grundsanierung benötigt das Nationaltheater Mannheim eine geschätzte Investitionssumme von 200 Millionen Euro. Die gute Nachricht: der Bundestag hat hohe Zuschüsse bewilligt.

Bereits 1777 vom Pfälzer Kurfürsten Carl Theodor gegründet und ab 1839 unter städtischer Verwaltung stehend, ist das Nationaltheater Mannheim das älteste kommunale Theater Deutschlands.

Seit dem Neubau des Theaters 1957, mit dem der Architekt Gerhard Weber betraut wurde, ist viel Zeit ins Land gegangen. Nun sind dringende, umfangreiche Sanierungsarbeiten an dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude zu leisten.

Herausragende Stellung des Nationaltheaters

Die Kosten dafür belaufen sich auf mindestens 200 Millionen Euro, eine Summe, die die Stadt Mannheim nicht alleine bewältigen kann. Daher ersucht die Stadt Bund und Land um Unterstützung.

Oberbürgermeister Peter Kurz bezeichnete das Nationaltheater Mannheim als eine Bühne von bundesweiter Bedeutung. Auch Michael Grötsch, Mannheimer Bürgermeister für Wirtschaft, Soziales und Kultur, betonte die besondere nationale Bedeutung der Kultureinrichtung als Voraussetzung für eine finanzielle Förderung durch den Bund. Das Nationaltheater gehöre zur "Identität der Stadt".

Ein Meilenstein

Angesichts der hohen Summe, die für die geplanten Sanierungsarbeiten nötig ist, gestalte sich die Sanierung des Nationaltheaters als eine der größten finanziellen Herausforderungen für die Stadt Mannheim seit langem, so Nikolas Löbel. Der Mannheimer Bundestagsabgeordnete setzte sich über mehrere Wochen hinweg in Gesprächen in Mannheim und Berlin für eine finanzielle Unterstützung des Bundes ein.

Mit der gestrigen Entscheidung des Haushaltsausschusses des Bundestages hat sich dieser Einsatz als erfolgreich erwiesen: Der Bundestag bewilligte einen Zuschuss in Höhe von 80 Millionen Euro, verteilt auf die Haushaltsjahre 2018 bis 2027. Schon in diesem Jahr fließen 3,14 Millionen Euro nach Mannheim.

Jeder ein Drittel

Für Nikolas Löbel ist diese Errungenschaft ein "Meilenstein" auf dem Weg zur Sanierung des Vierspartentheaters, da eine derartige Förderung durch den Bund normalerweise nur für Staatstheater geleistet wird. 

Um die weiteren Kosten zu decken, ist eine Drittellösung geplant. Weitere 80 Millionen Euro sollen jeweils vom Land Baden-Württemberg sowie der Stadt Mannheim beigesteuert werden. Das Land hat in Form von Kultusministerin Theresia Bauer bereits Unterstützung signalisiert.

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