Der stimmgewaltige, ausdrucksstarke Metalsänger Warrel Dane, der fünf Jahre lang klassischen Gesangsunterricht erhielt, war unter anderem für seinen beeindruckenden Stimmumfang bekannt.
Der 1961 als Warrel G. Baker geborene US-Amerikaner erlangte bereits Ende der 80er Jahre mit seiner Band Sanctuary internationales Renommee.
Widerstand gegen die Plattenfirma
Die Band löste sich jedoch 1992 vorübergehend auf, da die Plattenfirma eine Änderung des Musikstils in Richtung des zu dieser Zeit populären Grunges forderte.
Dane gründete daher gemeinsam mit den Sanctuary-Mitgliedern Jeff Loomis und Jim Sheppard die erfolgreiche Metalband Nevermore, deren Veröffentlichungen regelmäßig positive Rezensionen erhielten.
Back to the Roots
2010 reformierte Dane seine ehemalige Band Sanctuary, während Nevermore ab 2011 auf Eis lagen, sich jedoch nie offiziell auflösten. Neben einigen Gastauftritten veröffentlichte Dane zudem 2008 ein Soloalbum.
Tod in Brasilien
Wie blabbermouth.net gestern berichtete, starb Warrel Dane am 13. Dezember mit 56 Jahren nachts an einem Herzinfarkt, während er sich für die Aufnahmen für sein zweites Studioalbum in São Paulo aufhielt.
Gitarrist Johnny Moraes, so das US-amerikanische Rock- und Metalportal weiter, gab an, sich um Mitternacht bei Dane aufgehalten zu haben, als dieser zunächst begann, sich unwohl zu fühlen. Moraes teilte mit, er habe vergeblich versucht, Dane nach dem Herzinfarkt mit einer Herzmassage wiederzubeleben.
Gesundheitliche Probleme
Der Sänger sei bereits zuvor durch seine Alkoholprobleme sowie Diabetes gesundheitlich geschwächt gewesen. Erst 2016 hatte Dane, dessen exzessiver Alkoholkonsum lange bekannt war, in einem Interview gegenüber dem brasilianischen Portal Imprensa do Rock verkündet, mittlerweile mehr auf seine Gesundheit zu achten und weniger Alkohol zu trinken.
Label bestätigt Todesfall
Sein Label Century Media Records bestätigte gestern auf Facebook den Todesfall. Mit einem offiziellen Statement wolle man aus Respekt vor seiner Familie, seinen Bandkollegen und Freunden jedoch noch abwarten.


