Das Underground in Köln musste seine angestammte Location in Ehrenfeld 2017 verlassen

Das Underground in Köln musste seine angestammte Location in Ehrenfeld 2017 verlassen © Dirk Ehlen auf Flickr / Lizenz: CC0 1.0

Die Betreiber haben alles versucht, von Behördengängen bis hin zu zahlreichen Diskussionen und Initiativen. Doch jetzt steht es fest: Das legendäre Underground in Köln schließt am 15. September 2017 seine Pforten.

Schon länger steht der Kölner Musikclub Underground vor der Schließung. Jetzt ist es offiziell: Das Underground wird am 15. September 2017 definitiv schließen und damit sein 30. Jubiläum im Januar 2018, anders als ursprünglich erhofft, nicht mehr feiern können.

Uni statt Underground

Das Underground wird einer neuen Universitätsschule weichen. Alle Versuche dem endgültigen Aus entgegenzuwirken oder mehr Zeit zu gewinnen, scheiterten.

Seit der Eröffnung im Jahr 1988 fanden im Underground mehr als 10.000 Konzerte, Partys und andere Veranstaltungen statt. In den fast dreißig Jahren seines Bestehens entwickelte sich der Club zu einer der wichtigsten Anlaufstellen für Punk, Metal und Rock mit gelegentlichen Blicken über den Tellerrand, beispielsweise in Richtung Hip-Hop.

Second Home

Für viele langjährige Besucher war das Underground sogar wie ein zweites Zuhause. Mit seiner besonderen Atmosphäre war das Underground identitätsstiftend für mehrere Generationen von Musikfans.

Top-Acts wie die Beatsteaks, Green Day, Die Fantastischen Vier, Kraftklub, Silbermond, Jimmy Eat World, Blink 182, die heute teilweise Arenen füllen und viele mehr spielten hier zu Beginn ihrer Karriere. Eine Ära voller Erinnerungen und magischer Momente neigt sich dem Ende zu.

Die Suche nach Alternativen

Viele Konzerte ab September 2017 wurden inzwischen in neue Locations verlegt. Weitere werden sicherlich folgen. Eine Übersicht findet ihr auf der Homepage des Underground.

Ein kleiner Trost ist, dass die Betreiber des Underground wahrscheinlich die ehemalige DQE-Halle als Alternative für einige Konzerte und Kulturveranstaltungen nutzen können.

Die Genehmigung der Stadt Köln hierfür hat das Underground jedoch bisher nicht erhalten, obwohl die Chancen gut stehen. Allerdings handelt es sich um eine vorübergehende Lösung. Ob das Underground dauerhaft ein neues Zuhause findet, steht im Augenblick in den Sternen.

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