Bon Jovi (Pressebild, 2017)

Bon Jovi (Pressebild, 2017) © Universal Music

Nach der Veröffentlichung ihres neuen Albums "This House Is Not For Sale" sind Bon Jovi im Frühjahr 2017 bis Mitte April in den USA auf großer Tour unterwegs. Aber was passiert danach? Werden Bon Jovi noch im Sommer 2017 in Deutschland auftreten?

Nach der Veröffentlichung ihres neuen Album "This House Is Not For Sale" , war zunächst nicht klar, ob Bon Jovi im Anschluss auch auf Tour gehen würden. In den Interviews zum Album hielt sich die Band zuerst noch zurück und verwies auf den mit einer solchen Tour verbundenen Stress.

Dann folgte jedoch die Ankündigung einer US-Tour, die bis April 2017 dauern wird. Ein Blick auf die Setlist der US-Konzerte verrät auch schon, dass Bon Jovi viele der neuen Songs des aktuellen Albums spielen.

Was bedeuten die Aussagen über Stress und Terminfülle in Hinblick auf Konzerte in Europa und insbesondere auch in Deutschland? Obwohl es bis jetzt noch keine konkreten Ankündigungen gibt und in den sozialen Netzwerken und Fan-Foren Funkstille herrscht, ist es möglich, einige Überlegungen anzustellen.

Alles wie immer ?

Die Erfahrungen vergangener Jahrzehnte zeigen, dass Bon Jovi bei ihren Touren stets einem ähnlichen Muster folgen. In den USA spielen Bon Jovi deutlich mehr Hallenkonzerte. Die dortigen Hallen sind größer und es stehen mehr geeignete Locations zur Verfügung. Ähnlich ist es bei Touren durch Asien. Dort haben Bon Jovi in den vergangenen 20 Jahren Konzerte fast ausschließlich zwischen November und Januar gespielt.

In Europa bevorzugen sie dagegen Stadionkonzerte und Open-Air Bühnen, die ausschließlich im Sommer zur Verfügung stehen. So war es auch 2013 bei der letzten Tour, als Bon Jovi im Mai und Juni mehrere Open-Air Konzerte wie etwa im Münchner Olympiastadion, auf der Berliner Waldbühne oder im Rhein-Energie Stadion in Köln gespielt haben.

Der bisherige Tourplan 2017 

Daher stellt sich die Frage, wie es sich mit der neuen Tour verhalten wird. Die Hallentour von Bon Jovi in Nordamerika endet am 14. April 2017 im Pepsi Center in Denver. Danach stehen bislang nur zwei Termine fest. Am 18. August spielen Bon Jovi nahe ihrer Heimat New Jersey auf dem Enjoie Golf Course in Endicott, New York. Am 22. September werden Bon Jovi in Südamerika beim Rock in Rio Festival auftreten. Europakonzerte wären nur vor diesen beiden Auftritten sinnvoll.

Eigentlich spricht vieles dafür, dass die Sommermonate von Mai bis Mitte August 2017 für eine Europatour und wahrscheinlich auch für Deutschlandkonzerte reserviert sind. Danach wäre ein kurzer Abstecher in die Heimat drin, gefolgt von einer Südamerika-Tour inklusive Rock in Rio im September und ab November schließlich die Tour durch Asien und Australien.

2017 oder doch erst 2018?

Allerdings steht eine Frage zentral im Raum: Warum gibt es bisher keine konkreten Europa-Termine für den Sommer 2017? Für eine Ankündigung bleibt aktuell nur noch ein sehr kleines Zeitfenster bis maximal Ende März 2017. Normalerweise werden Stadionkonzerte 6-12 Monate vor Konzerttermin angekündigt – diese Frist ist hier schon längst verstrichen.

Eine Tour nach Veröffentlichung eines Albums verfolgt das Ziel, die Albumverkäufe anzuschieben. Sollten Bon Jovi nach Abschluss der US-Tour im April mehrere Monate pausieren, würden sie wertvolle Zeit ungenutzt verstreichen lassen. Eine Stadion-Tour im Sommer 2018 in Europa würde zwar zahlreiche Fans anlocken, aber ein Promotion-Effekt für das neue Album wäre kaum gegeben.

Das Problem der kurzen Frist

Auf der anderen Seite wäre es sicherlich leichter, die Stadien zu füllen, da man das lukrative Weihnachtsgeschäft 2017 mitnehmen könnte. Bon Jovi sind eine populäre Band, aber auch sie müssen erst einmal 50.000 Karten für ein Konzert in einem Fußballstadion verkaufen.

Leichter wäre es, wenn sie kleinere Indoor-Hallen mit einer Kapazität von weniger als 20.000 Zuschauern bespielen würden. Aber ist die Band gewillt, das zu tun? Im Augenblick heißt es, abzuwarten. Wenn bis Ostern keine Termine für den Sommer 2017 angekündigt sind, können die deutschen Bon Jovi-Fans ihren Blick schon einmal auf 2018 richten.

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