© Sebastian Bürg/Clustermanagement

Gut eine Woche nach Verleihung des Titels "UNESCO City of Music" gilt es bei der zweiten Vollversammlung darüber zu diskutieren, wie die Stadt, ihre Institutionen und Kulturschaffenden diesem Anspruch gerecht werden. Forderungen erhebt u.a. der Verband EventKultur Rhein-Neckar.

Der Jubel war groß bei allen Beteiligten, und das völlig zu Recht. Mannheim als UNESCO City of Music, das kann man sich auf den Briefkopf schreiben. Umso wichtiger ist es nun, dass Taten folgen. Es gilt, Mannheim als internationale Musik-Metropole zu präsentieren und zu fördern.

Aus diesem Grund findet am 10. Dezember um 20:00 Uhr die zweite Vollversammlung UNESCO City of Music im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in N7,17 statt. Das Bewerbungsteam wird gemeinsam mit OB Dr. Peter Kurz die bisherigen und neuen Netzwerkstädte vorstellen, mit denen man in Zukunft zusammenarbeiten möchte. Außerdem sollen erste Ideen für mögliche Projekte und Kooperationen gesammelt werden, sei es mit Bologna oder Hannover.

Ehre und Pflicht zugleich

Das UNESCO Creative Cities Network wurde 2004 ins Leben gerufen. Aufgabe des Netzwerks ist der Erhalt und Austausch kultureller Identitäten und Eigenheiten. Für die Städte ist die Ernennung Ehre und Pflicht zugleich.

Dieser Meinung ist auch der Club- und Veranstalterverband EventKultur Rhein-Neckar. In einer Pressemitteilung ließ der Verband verlauten, dass die Ernennung Mannheims zur City of Music für große Zuversicht sorge. Man dürfe auf großen Aufwind in allen Sparten hoffen, sei es für große Clubs und Hallen oder für kleinere Bands. Allerdings müsse die Stadt Mannheim auch ihren Teil zum Aufbruch beizutragen.

Die Subkultur anerkennen

Dazu zählt beispielsweise die Anerkennung und Förderung der Subkultur. So sei etwa das Jugendkulturzentrum FORUM – eine der wichtigsten Anlaufstellen für junge Bands, denen hier eine Plattform geboten wird – bisher in der städtischen Unterstützung zu kurz gekommen. Auf lange Sicht stehe das Projekt ohne zusätzliche Förderung auf wackeligen Beinen. Im Augenblick hat das Forum nicht einmal eine eigene PA im Inventar.

Ähnlich beurteilt Timo Kumpf, Veranstalter des Maifeld Derby die Lage. Er erhofft sich von der Stadt eine größere finanzielle Unterstützung für das Festival, das mitgeholfen hat, Mannheim einen festen Standort auf der internationalen Festivalkarte zu verschaffen. Am treffendsten formuliert es wohl Felix Grädler, 1. Vorsitzender des Verbandes und Geschäftsführer der halle02: "Alle sind überglücklich über den Titel Unesco City of Music, es war eine wirklich wunderbare Kür. Aber jetzt folgt eben die Pflicht."

Zweite Vollversammlung UNESCO City of Music

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