Das zwanzigste With Full Force-Festival findet ohne Frei.Wild statt.

Das zwanzigste With Full Force-Festival findet ohne Frei.Wild statt. © With Full Force

Der geplante Auftritt der rechtsnationalen Band Frei.Wild sorgte in der vergangenen Woche für einen Proteststurm. In einem Interview mit der VISIONS äußerten sich die Veranstalter jetzt erstmals zur Absage der Band.

Mit der Aufkündigung der Kooperation von Seiten der Zeitschrift VISIONS begann in der letzten Woche die Auseinandersetzung um den Auftritt der Südtiroler Band Frei.Wild auf dem With Full Force-Festival. Jetzt gab Geschäftsführer Sven Borges eben dieser Zeitschrift ein längeres Interview, in dem er sich wortkarg und kurz angebunden zeigte.

Er verwies darauf, dass With Full Force ein Publikumsfestival sei und dass eben dieses Publikum Frei.Wild in einer Online-Abstimmung gewählt hätten. Die Veranstalter seien diesen Wünschen gefolgt.

"Hexenjagd" bleibt unkommentiert

Zum Verlauf der jüngsten Kontroverse äußerte sich Borges nicht. Er gab keinen Einblick in die Hintergründe der Absage von Frei.Wild, die ihren Auftritt drei Tage nach der Bestätigung aufgrund der zunehmenden Kontroverse abgesagt hatten.

Er äußerte sich auch nicht zum Begriff der "Hexenjagd", den das With Full Force-Festival benutzt hatte, um die Kritik an der Band zurückzuweisen. Da sich die Veranstalter damit die Sprachreglung der Band mitsamt der Märtyrer-Rolle zu eigen gemacht hatten, wäre eine Erläuterung wünschenswert gewesen.

Kennzeichnend für das Interview ist der unbedingte Wunsch, so schnell wie möglich zur Tagesordnung zurückzukehren. Eine Einschätzung von Frei.Wild, ihrer Musik oder ihren Texten lehnte Borges daher ab.

"Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen Besuchers"

Hinsichtlich der Frage möglicher Zusammenstöße zwischen Frei.Wild-Fans und Gegner auf dem Festial erklärte Borges, Gewalt auf keinen Fall dulden zu wollen. Frei.Wild oder Böhse Onkelz-Merchandise sei allerdings nicht verboten. "Dementsprechend vertrauen wir auf die Eigenverantwortlichkeit jedes einzelnen Besuchers, die erwachsen genug sind, selbst zu entscheiden, was sie auf dem Körper tragen wollen."

Ebenso bekräftigte Borges den Willen der Veranstalter, dafür zu sorgen, "dass verbotene T-Shirts, Aufschriften und so weiter nicht auftauchen" und kündigte wie bereits in der vergangenen Jahren "umfangreiche Kontrollen" an.

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