Mitten im Sprung: Roberto Caliendo filmt die unsanfte Landung (Video-Still).

Mitten im Sprung: Roberto Caliendo filmt die unsanfte Landung (Video-Still).

Mit einem missglückten Sprung in ein Eisbad auf Youtube hat ein Musiker auf seine Band "Syskill" aufmerksam gemacht. Über 8,7 Millionen Klicks hat das Video bereits erreicht: Vom Eisbrecher zum Steißbrecher und wieder zurück.

Musiker mit Leib und Seele zu sein verlangt manchmal auch Opfer. Schmerzhafte Opfer. Sehr schmerzhafte Opfer. Aktuelles Beispiel: Der Youtube-Hit "Catch the Ice Dude". Musiker und Backstage PRO-Mitglied Roberto Caliendo aus Reutlingen ist der Mann hinter der Kamera, der den Mutwilligen filmt, der in einen zugefrorenen Pool springt und vorher seine Band SysKill ankündigt. Diese ist allerdings noch nicht ganz auf die Aufmerksamkeitswelle aufgesprungen, erst seit gestern (19.10.) gibt es eine Facebook-Page. Beeilung ist also angesagt, bevor der Hype wieder verblasst.

Leider kam vor dem Filmen des Sprungs niemand auf die Idee, das Eis auf seine Dicke zu testen. Wär ja auch noch schöner, denn dann hätten die Jungs festgestellt, dass eine Arschbombe nicht ausreicht, um mehrere Zentimeter dickes Eis zu durchbrechen. Was herauskommt, kann sich jeder denken: Absprung, Aufprall mit Abzügen in der B-Note, Schmerzensschreie und in nur drei Wochen 8,7 Millionen Klicks auf Youtube. Da ist der Arztbesuch gleich viel angenehmer.

Wir empfehlen eigentlich nicht, dass jede Band zu dieser Art der Promotion greifen sollte. Aber dank der gehäuften "Vorfälle" in naher Zukunft würde es wohl auch zu einem riesigen Fortschritt in der Steißbeinbruch-Forschung kommen. Daher, liebe Musiker, abwägen: Bekanntheit und wissenschaftlicher Fortschritt oder doch weiterhin Proberaum? So schwer kann die Entscheidung nicht sein, ihr seid gefordert!

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