„Wir alle verlieren unsere Heimat, so oder so. Wir alle werden heimatlos. Uns allen wird die Heimat genommen.“ Ausgehend von diesem Gedanken begibt sich die türkische Schriftstellerin Ece Temelkuran in ihrem neuen Buch Nation of Strangers: Unsere Heimat sind wir, das aktuell auf der Shortlist des Women’s Prize for Non-Fiction steht, auf eine eindringliche Spurensuche: Was bedeutet Heimat in einer Welt, in der Zugehörigkeit brüchig wird? Geprägt von eigenen Exilerfahrungen und inspiriert von Begegnungen unterwegs, schreibt Temelkuran zart und poetisch, aber zugleich ungemein präzise über Verlust, Fremdheit und die Frage, was uns verbindet. Für sie ist Heimat mehr als ein Ort. Sie liegt in den moralischen, politischen und kulturellen Grundpfeilern unseres Zusammenlebens. Doch genau diese geraten zunehmend ins Wanken. Temelkurans Text wird in der Neuköllner Oper zur Bühne für einen vielstimmigen Abend: Agnes Mann liest aus dem Buch, während die Musikerinnen und Performerinnen Mara Snip, Melentini und Nesrine Belmokh mit eigenen Texten, Songs und Kompositionen darauf antworten. Ihre persönlichen Perspektiven treffen auf die literarische Vorlage. So entsteht ein lebendiger Dialog über Herkunft, Verlust und neue Formen von Gemeinschaft. Im Anschluss sprechen die beteiligten Künstlerinnen gemeinsam mit Ece Temelkuran über ihre Zugänge zu den verhandelten Themen und laden das Publikum ein, die Fragen des Abends mitzudenken. Ein Abend zwischen Lesung, Konzert und Gespräch. Und eine Einladung, Heimat neu zu verhandeln. SPRACHE Deutsch und Englisch, mit englischen und deutschen Übertiteln MIT Nesrine Belmokh, Agnes Mann, Melentini, Mara Snip KONZEPT Ece Temelkuran, Mick Besuch SZENISCHE EINRICHTUNG Mick Besuch Gefördert durch die Robert Bosch Academy der Robert Bosch Stiftung
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