Veranstalter: Kulturgut Haus Nottbeck, Landrat-Predeick-Allee 1, 59302 Oelde-Stromberg, Deutschland
Info
Wie viel Schönheit steckt in der vom Menschen überformten, teils industriell zerstörten, teils renaturierten Landschaft des Ruhrgebiets? Wann erleben wir Landschaften als gelungen? Poetisch und mit genauem Blick geht Marion Poschmann diesen Fragen in »Flussfragmente« nach und entfaltet ihre Gedanken anhand der Seseke, einem Nebenfluss der Lippe in Nordrhein- Westfalen. In meisterhaften sapphischen Oden, die die Tradition Klopstocks und Hölderlins in ein gegenwärtiges Spannungsfeld übersetzen, folgt sie der Physiognomie des Flusses und beleuchtet seine menschengemachten Strukturen. Zu Zeiten des Bergbaus als Abwasserkanal genutzt, erfuhr die Seseke seit Ende der 1980er Jahre eine naturnahe Umgestaltung. Poschmanns Dichtung gleitet entlang der Windungen und Wellen – das Schreiben und der Fluss verbinden sich. So entsteht ein lebendiges Bild ambivalenter, sich noch immer verändernder Gewässer, und es eröƯnen sich grundsätzliche Fragen zur Verbundenheit zwischen Mensch und Natur.
Wie sich diese vielschichtige Symbiose aus Natur, Literatur und Landschaftswandel auf die eigene Wahrnehmung auswirkt, lässt sich am 21. Januar 2027 um 19:30 Uhr auf dem Kulturgut Haus Nottbeck hautnah erleben, wenn die Autorin im Rahmen einer Lesung mit anschließendem Gespräch Einblicke in ihr Schaffen gibt.
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