Wenn Edgar Selge liest, nimmt er euch mit in das kurze Leben des sechzehnjährigen Jura Rjabinkin. Der Junge verhungerte während der Leningrader Blockade und hinterließ ein Tagebuch. In Selges neuem Roman entspinnt sich ein zarter Dialog zwischen dem Erzähler und diesem Jungen aus der Vergangenheit. Sie sprechen behutsam über Jugend, Träume, Literatur und das Verhältnis zu ihren Müttern. Plötzlich hebt sich die zeitliche Distanz auf. Ihr spürt die eisige Kälte der Geschichte und sogleich die wärmende Kraft echter menschlicher Nähe. Erlebt, wie ein vergessenes Schicksal auf der Bühne lebendig wird. Sichert euch Karten für diese tief berührende literarische Begegnung.
Edgar Selge, 1948 geboren, wuchs im ostwestfälischen Herford auf. 1975 schloss er seine Schauspielausbildung an der Otto Falckenberg Schule in München ab. Zuvor studierte er Philosophie und Germanistik in München und Dublin sowie klassisches Klavier in Wien. Er gehört zu den bedeutendsten Charakterdarstellern Deutschlands und wurde für seine Arbeit mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. 2021 debütierte er als Schriftsteller mit Hast du uns endlich gefunden. Das Buch stand wochenlang in den Top Ten der Bestsellerliste und wurde von Presse und Publikum hymnisch gefeiert. Es wurde mit dem Literaturpreis der Stadt Fulda sowie dem Bayern-2-Publikumspreis ausgezeichnet. Juras letzter Winter ist sein zweiter Roman.
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