Der Natur, dem Werk der eigenen Hände, ja sich selbst fremd werden ist eine grundlegende Erfahrung moderner Gesellschaften. Der Entfremdungsbegriff bildet den Nukleus der marxistischen Gesellschaftstheorie, die von der Postmoderne, der Systemphilosophie und zeitgenössischen Soziologie für auserzählt erklärt wurde.
War Entfremdung nur eine temporäre Anpassungsstörung moderner Gesellschaften im Evolutionsprozess der Technik gleich kollektiven Wachstumsstörungen, die wir gemeistert haben? Oder bringt das 21. Jahrhundert mit der Digitalisierung, den sozialen Massenmedien, der allgemeinen Beschleunigung ganz eigene, neue Formen der Entfremdung hervor? Wenn niemand entfremdet ist, braucht es keine marxistische Kritik mehr.
Könnte es aber nicht gerade ein Resultat der Entfremdung sein, dass sich ausgerechnet Niemand für entfremdet hält? Darüber diskutieren Jakob Scheich und Bruno Marx vom Philosophie-Podcast LACHEN&WEINEN – zusammen mit dem Publikum beim philosophischen Barometer No. 2 beim neuen Format von EUROPOLIS .Gefördert von: Kulturamt der Stadt Köln
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