Buchvorstellung mit Diskussion im Stadtarchiv Friedrichshafen am 6. November 2026, 18 Uhr:
Die Passauer Waldwerke GmbH als Tochtergesellschaft der Zahnradfabrik Friedrichshafen AG – KZ-Außenlager und Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus
Autor Moritz Grote und Stadtarchivar Jürgen Oellers präsentieren die Forschungsergebnisse zum KZ-Außenlager Passau II, die dieses Jahr in „Wasser. Rüstung. Zwangsarbeit. Die KZ-Außenlager Passau I und II“ in der Buchreihe „Mauthausen-Studien“ der KZ-Gedenkstätte Mauthausen erschienen sind. In Passau II, das zum Lagerkomplex des KZ Mauthausen gehörte, wurden von März bis November 1944 über 350 KZ-Gefangene in der Panzergetriebefertigung für die Waldwerke GmbH ausgebeutet, die eine Tochtergesellschaft der Zahnradfabrik Friedrichshafen AG war. Oellers und Grote erläutern die Rolle der Zahnradfabrik Friedrichshafen AG als Rüstungsunternehmen während der NS-Zeit und weiten den Blick auf Firmenakteure und die Verbindung zur Waldwerke GmbH. Mithilfe von Akten- und Bildmaterial werden Werksgelände und Außenlagerarchitektur in Passau veranschaulicht, Waldwerke-Führung und SS-Personal erörtert und Hintergründe von Zwangsarbeit und KZ-Gefangenen aufgezeigt. Im Anschluss an das Gespräch folgt eine Publikumsdiskussion mit Raum für vertiefende Nachfragen.
Abbildung: Ekart Graf von Soden-Fraunhofen (links) und Architekt Hermann Kauß vor im Bau befindlichen Werksbauten der Passauer ZF-Waldwerke.
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