Veranstalter: Stadt Ansbach, Referat 5, Kultur und Tourismus, Johann-Sebastian-Bach-Platz 1, 91522 Ansbach, Deutschland
Info
Ein junger Mann leidet unter panischer Angst, verrückt zu werden. Kein Wunder, denn in seiner Familie ist der Aufenthalt in der Psychiatrie fast schon normal. Er blickt auf die Biographie seiner Familie: ein Stammbaum des Wahnsinns. Die Großmutter bipolar, der Großvater Stammkunde in Steinhof, die Mutter Alkoholikerin, der Vater depressiv. Er versucht es mit Flucht: Nach New York, nach Paris, nach Wien. Er versucht es mit Angriff: Er wird Psychologe, arbeitet in der Psychiatrie. Ausgerechnet dort, wo er nie hinwollte, sieht er die Geschichte seiner Familie in einem neuen Licht und lernt, dass ein Mensch immer mehr ist als seine Krankheit. Vor allem aber muss er sich bald die Frage stellen, was das sein soll: ein normaler Mensch.
Leon Engler (*1989) ist als Autor, Psychologe und Dozent für Psychologie und Literarisches Schreiben tätig. Er wuchs in München auf und studierte Theater-, Film-, Medien-, Kulturwissenschaft und Psychologie. Auszeichnungen: 3sat-Preis beim Bachmann-Wettbewerb, Nominierung aspekte-Literaturpreis 2025, Stipendium Villa Concordia, Lieblingsbuch des Schweizer Buchhandels 2026
Im Anschluss an die Lesung: Themenbezogene Gesprächsrunde mit Prof. Dr. Mathias Zink, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am BKH Ansbach
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