Info
Der szenisch-musikalische Abend konfrontiert das Denken des preußischen Militärwissenschaftlers Carl von Clausewitz mit der emotionalen Wucht moderner Musik und lässt die Bruchlinien heutiger Konflikte scharf hervortreten. Auszüge aus „Vom Kriege“ treffen auf Lieder und Klavierwerke eines verwundeten Jahrhunderts. Clausewitz‘ Überlegungen zu „Verteidigung“, „Abschreckung“ und „totalem Krieg“ klingen erschreckend gegenwärtig. Im Wechselspiel von theoretischer Analyse und menschlichen Erfahrungen, wie sie u.a. in Liedern und Klavierwerken von Eisler, Wolpe, Dessau erklingen, entsteht ein verstörend aktueller Dialog, in dem Denken und Fühlen einander befragen: die Sprache der Strategie trifft auf den Klang des Erlebens, Analyse auf Aufschrei, Vernunft auf Verlust. Vor dem Hintergrund gegenwärtiger Debatten über Krieg, Aufrüstung und Wehrpflicht fragt der Abend: Wie lässt sich über Krieg nachdenken, ohne ihn zu legitimieren? Wie rational kann Gewalt sein? Und wann dient Krieg einer Ideologie?
Anna von Schrottenberg – Schauspiel & Gesang
Matthew Rubenstein – Klavier
Johanna Hasse – Konzept & Regie
Uraufführung
Freitag, 21. August 2026 | 19:30 Uhr
Samstag, 22. August 2026 | 19:30 Uhr
Schwartzsche Villa
Grunewaldstraße 55
12165 Berlin-Steglitz
Solidarisches Preissystem: 20€ / 15€ / 12€. Barzahlung an der Abendkasse. Ticket-Reservierungen sind möglich auf unserer Website:
www.tontext.deGefördert aus Mitteln der dezentralen Kulturarbeit des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin, Fachbereich Kultur.