Maria Antonia Walpurgis Ouvertüre zu »Talestr, Regina delle Amazzoni« Maddalena Sirmen Duett für 2 Violinen op. 5 Nr. 1 Es-Dur Regina Strinasacchi Konzert für Violine und Orchester B-Dur Paul Wranitzky aus der Sinfonie C-Dur op. 19 »Der Kaiser« Andante con moto und Finale Presto Wolfgang Amadeus Mozart Ouvertüre aus der Oper »La clemenza di Tito« KV 621 Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Anima Aeterna Violine und Leitung Midori Seiler
Regina Strinasacchi stammte aus einem Musikerhaushalt und wurde als Kind am berühmten Ospedale della Pietà in Venedig ausgebildet. Als talentierte Geigerin bereiste sie mit ihrer kostbaren Stradivari-Geige ganz Europa, beauftragte etwa Mozart in Wien mit der Komposition einer Duosonate. Der Tausendsassa ließ die Sache schleifen, skizzierte einen Tag vor dem Konzert den Violinpart und improvisierte live vor dem Kaiser die Klavierstimme dazu…
Um nicht am Ende als gelangweilte Hausfrau eines reichen Gönners zu enden, heiratete sie den Cellisten Konrad Schlick und wurde Geigerin im Gothaer Hoforchester. Ihren Sohn Johann Wilhelm brachte sie in der berühmten Dresdner Hofkapelle unter und wohnte nach dem Tod ihres Mannes selbst in Dresden, nur einen Steinwurf weit weg von der Frauenkirche auf der Rampischen Straße. Ihr charmantes Violinkonzert B-Dur wurde nie gedruckt und dürfte heute erstmals in Dresden erklingen – allerdings auf einer Guarneri-Geige…
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